Lebenslauf
von Kaschi Hallmackenreuther
(Verfasst von
Paula Tracy, mit Ergänzungen von Kaschi)
1958
geboren in Bremen als ältester Sohn eines Fleischers und einer
Fleischereifachverkäuferin
1964
Einschulung in einer Dorfschule nahe Bremerhaven, bester Freund: Schäferhund
Zito und Kater Mikesch der Erste
(er sollte nicht der letzte sein)
1966
Kaschi wird Mitglied der Dorf-Fußballmannschaft und bewirbt sich als Maskottchen
für die WM in England –
und siehe da: es gelingt! An der Hand seines Idols Horst-Dieter Höttges darf
Kaschi in das berühmte Wembley-Stadion einlaufen
1968
Kaschi wird Mitglied von Werder Bremen und lernt dort H. G. Werderaner kennen.
Beide machen in der Schülermannschaft eine recht gute Figur und dürfen bald zum
Schüler-Länderspiel
gegen Luxemburg fahren. Dort wird Kaschi von einem luxemburgischen Prinzen
gefoult und schwört ewige Rache
1974
Kaschi lernt seine erste Freundin – Lassie – kennen. Doch Lassie hat kein
Verständnis für seine Fußballleidenschaft
und gibt ihm zugunsten eines gewissen John Kling den Laufpass.
Die Hallmackenreuthers übersiedeln nach Ostfriesland
1980
Rückkehr nach Bremen, Beginn des Maschinenbau-Studiums. Nebenbei belegt Kaschi
Kurse in Nautik und würde
zu gerne auch sein Jodeldiplom machen – doch in Bremen besteht offenbar kein
großer Bedarf an begabten Jodlern.
1984
Abschluss des Studiums und Beginn eines Praktikums bei der Bremer Außenstelle
der Reederei Brandungsfelsen. Bei einem Betriebsausflug nach Hamburg trifft
Kaschi überraschenderweise seinen Jugendfreund H. G. Werderaner
wieder, der ihm eine leitende Ingenieurstelle auf einem seiner Schiffe anbietet
1985
Bildungsurlaub in Wuppertal, wo die einzige Jodelschule in NRW ihren Sitz hat.
Um Geld zu sparen, campt Kaschi an den Ufern der Wupper und lernt dort das
Ehepaar Rickmers kennen. Er erfährt, dass Falk Rickmers und er sogar Kollegen
sind. In diesem Urlaub verliebt sich Kaschi so unglücklich in die bezaubernde
Baby Jane, dass er beschließt, niemals zu heiraten.
1986
Kaschi wird Mitglied im Auricher Excentric-Club.
1987
Kaschi erfährt von der Scheidung der Rickmers und bucht eine Zugfahrt nach
Graz. Dort muss er erfahren, dass Baby Jane eine Beziehung mit Yeti-Klaus
eingegangen ist (der übrigens ursprünglich auch aus Ostfriesland stammt)
1988 – 2005
Kaschi ist Chefingenieur auf der Werderania. Er hat Baby Jane nie vergessen.
17 Jahre eintöniges Leben als ewiger Maschinenbulle waren Kaschi denn doch
zuviel.
So hat er versucht, auf einem einmonatigen US-Trip sein - eher mäßiges -
Jodeldiplom
auf nordamerikanischen Powwows sinnbringend anzuwenden, herabstürzenden Felsen
im Grand Canyon
auszuweichen und blutrünstige Coyoten zu verscheuchen. Doch sein Frauenproblem
konnte er so auch nicht lösen.
Schon gar nicht in Las Vegas, wo selbst das Angebot "Two girls for the price of
one" ihn nicht von der
Vielweiberei überzeugen konnte. "I've problems enough with one wife!" hatte ihn
ein weiser Mann
aus Utah gewarnt und Kaschi nahm es sich zu Herzen. Frohen Mutes kehrt er also
rechtzeitig und in alter Frische
zurück an Bord der Werderania und ist stolz, sein schweißgetränktes und
ölverschmiertes Hemd wieder überstreifen zu dürfen.
Winter
2005
Übersiedlung nach Goodnews Bay, Alaska. Verbringt die Zeit mit süßem Nichtstun
bzw. Goldschürfen mit seinem Freund, Dr. Few Master.