Beppo und Peppi
Der Löwe
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Noch eine Geschichte der beiden aus dem Spectrum-Verlag! Diesmal verirrt sich ein Löwe nach Pumperlschwammerlkrachlerlhausen. Na, ob das gut geht? Seht selbst! |
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Beppo und Peppi "Der Löwe" erzählt von Manfred Jenning |
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Einmal ist der Peppi arg erschrocken. Er hat, wie jeden Tag, die Milchkannen an die Bergstraße gebracht, wo sie der Wagen der Molkerei abholen sollte. Und dabei hat er ihn zum erstenmal gesehen. Er war groß und gelb, hintendran wedelte ein Schwanz und vorne verbarg das mächtige Maul die riesigen Löwenzähne. Ja, es war tatsächlich ein echter, ganz lebendiger Löwe, der da auf den Peppi lossprang und ihn anbrummte. Nicht böse, eher freundlich. Aber weiß man denn, was so ein Löwe vorhat? Löwen sind Katzen, große Katzen! Und Katzen sind unberechenbar. Der Peppi tätschelte das Fell des Löwen, kraulte ihn vorsichtig unterm Kinn und suchte dann ebenso vorsichtig das Weite. |
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Kaum war er hinter der nächsten Wegbiegung, da sauste er los, Richtung Huglmugldigldaglhütte. Er war dem Ziel schon ganz nah, da hörte er ein Keuchen hinter sich. Er schaute sich um... der Löwe war ihm gefolgt. Was nun? Peppi musste ihn ja nun wohl oder übel mitnehmen, bevor das Tier zornig wurde. Denn zornige Löwen... oh je! ... sind sehr gefährlich. So trotteten die zwei also gemeinsam hinüber zur Hütte. |
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Ahnungslos kam gerade der Briefträger Eustachius Querstoppelberger auf seinem Motorrad daher. Er hupte "töfftöff", er bremste "quietsch", und als er nah genug war, um zu erkennen, was sich da der Peppi für einen Begleiter ausgesucht hatte, fiel er vor Schreck aus dem Sattel. Als er sich wieder etwas erholt hatte, fuhr er so schnell es ging ins Dorf, alarmierte Polizei, Feuerwehr, Kegelclub, Gesangsverein und telefonierte schließlich auch noch mit dem Regierungspräsidenten. Der Großvater von Peppi, der Beppo, rettete sich zunächst einmal mit einem gewaltigen Hupf auf das Hüttendach, als er den Löwen erblickte. |
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"Ja, wawawas wiwiwiwill dedededenn dedededer Lölölölölöwe dadadada?" stotterte er. "Ja mei", sagte der Peppi, "a Milch wird er halt saufen wollen, weil so ein Löwe halt nix anderes ist als eine große Katze!" Der Löwe brüllte zustimmend: "Uah!!!" Da fiel der Beppo vom Dach herunter. Der Löwe soff. Eine Kanne Milch, eine zweite, eine dritte, schließlich auch noch eine vierte. Dann schleckte er seine Barthaare und hatte plötzlich kleine müde Äuglein. Er gähnte, schaute um sich und ging in das Schlafzimmer. Weil halt auch der dickste und größte Löwe nichts anderes ist als eine große Katze. Und Katzen schlafen gern in Betten. "So, und jetzt holen wir die Polizei, die soll den Löwen verhaften", flüsterte der Beppo. "Warum denn? Er hat doch nichts ausgefressen." "Waaas? Nicht ausgefressen? Vier Kannen Milch hat er ausgefressen!" sagte laut der Beppo. |
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Da brüllte der Löwe plötzlich: "Mei Ruah will i hamm!!" Dann schloss er die Augen und kurz darauf schnarchte er, dass die Wände wackelten. Dem Beppo und dem Peppi war jetzt klar, dass der Löwe aus einem Zoo ausgerissen war, aus einem bayerischen Zoo. Denn woher sollte er sonst bayerisch können? Und sie beschlossen, ihm am nächsten Tag wieder in den Zoo zurückzubringen, wenn der Löwe ausgeschlafen hatte.
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