Familienserien der 70er waren
für mich hauptsächlich amerikanisch! Wobei ich "Unsere kleine Farm" hier gar
nicht erwähne - denn die habe ich erst einmal aus der Sparte ausgenommen,
weil dies für mich eine Mischung aus Kinder- und Familienserie ist. Aber
irgendwo sind die Grenzen fließend, denn auch "Drei Mädchen und drei Jungen"
ist irgendwo eine Kinderserie - aber auch eine Sitcom. Überhaupt - die
Familienserien waren nicht nur amerikanisch, sondern meist auch sehr
komisch. Die Bradys, die Partridges, Eddies Vater und Julia - alles könnte
man auch unter "Sitcoms" zusammenfassen, aber das würde dem ganzen nicht
wirklich gerecht. Die "Amerikanische Familie" allerdings war schon eine
normale Dramaserie, es hätten auch die Drombuschs in den 70ern sein können -
nur eben auf amerikanisch.
"MS Franziska" und "Drei Damen
vom Grill" hingegen waren zwei typische deutsche Serien in bester Qualität.
Völlig unterschiedliche Konstellationen, aber sehr sehenswert. In die
gleiche Sparte gehört "Kleinstadtbahnhof mit den Publikumslieblingen Heidi
Kabel und Gustav Knuth. Nicht ganz dazu passend, weil in eine ganz andere
Zeit gehörend, sind "Die Schöngrubers", eine Wiener Familie im kaiserlichen
Wien.
Eine Familie der ganz anderen
Art trafen wir 1973: die Tetzlaffs! Es gab nicht gerade wenige, die mit
dieser Familie so gar nichts anfangen konnten - Kaschi ging es anders,
warum, erzählt er auf der Seite zu "Ein Herz und eine Seele".
Der Begriff der
"Familienserie" ist für mich nicht endgültig geklärt. Muss es unbedingt um
eine Familie im typischen Sinn gehen - oder ist es nicht vielmehr eine Serie
für die ganze Familie, wie es auch "Drei sind einer zuviel" oder
"Männerwirtschaft" ist? Andererseits sind diese Familienserien auch Serien
für die ganze Familie - aber egal - hier kommt jede Menge Familie!