Interview mit Harry

11.07.09

TV-Nostalgie wird ab sofort in loser Folge einige bekannte Serienfiguren interviewen. Unser Reporter Kaschi hatte die Ehre, das erste Interview zu führen: mit Harry Klein, der zur Zeit in Ostfriesland Urlaub macht (nicht zu verwechseln mit Fritz Wepper, der urlaubt woanders). Mit Kaschi setzte sich der bekannteste Assistent Deutschlands in die nächste Kneipe und gab ihm dieses Exklusiv-Interview:

 

Herr Klein, was ja heute kaum noch einer weiß: Ihre Fernsehkarriere begannen Sie als Praktikant im Kriminalmuseum.
Richtig! Nachdem mir das Leben unter den Brücken zu beschwerlich geworden war, habe ich mir was anderes gesucht. Es war eine schöne Zeit im Kriminalmuseum. Alles war dort fein säuberlich geordnet.
Worin bestand Ihre Aufgabe im Kriminalmuseum genau?
Ich war zuständig für das Abstauben.
Wie kamen Sie dann zur Keller-Abteilung?
Ach, irgendwann ist man reif für eine neue Herausforderung. Das ewige Abstauben füllte mich einfach nicht mehr aus, wenn Sie verstehen, was ich meine. Und der Keller hatte da gerade so einen jungen Wilden wie mich gesucht.
Was hat Ihnen beim Keller am besten gefallen?
Der Kaffee von Rehbeinchen.
Fühltet Ihr Assistenten Euch nicht vom Keller in den Schatten gestellt?
Hä?
Aber irgendwann hatten Sie doch die Faxen dicke und wechselten den Vorgesetzten!
Das lag nur an den Bockwürsten von Rehbeinchen! Hätte es da mal was Anderes gegeben, wäre ich wohl noch heute beim Keller! Dass ich diese Würstchen meinem Bruder dann reindrücken konnte, freut mich aber noch heute! Auch wenn unser Verhältnis seither ziemlich belastet ist, vorsichtig ausgedrückt.
 


Tja, wenn die Würstchen nicht gewesen wären - vielleicht wäre dann alles anders verlaufen...
(Screenshot by http://www.kommissar-keller.de)

 

Worin bestanden die wesentlichen Unterschiede zwischen Keller und Derrick?
Na ja, der Keller ging zum Lachen in selbigen ... Obwohl, das tat Derrick eigentlich auch. - Keller hatte ein untrügliches Gespür für den Täter. Wenn der den Mörder mit seinen traurigen Augen anvisierte, verlor der regelmäßig jegliche Lust am Versteckspiel und gestand alles, wirklich alles! Obwohl, das tat Derrick eigentlich auch. - Hm. Unterschiede? Hab' ich noch nie drüber nachgedacht. Sollte ich vielleicht mal drüber nachdenken. Was meinen Sie? Sollte ich darüber nachdenken?
Ich denke, es könnte nicht schaden, darüber nachzudenken. - Beim Derrick endete ihr Job ja mit seiner Pensionierung. Wie ging es dann weiter für Sie?
Zuerst bekam ich ein Angebot vom Kreß. Ich sollte da den Heymann ablösen. Doch dessen Job war mir viel zu stressig. Stattdessen wurde ich Bürgermeister. Das entsprach meinem Naturell viel mehr.
Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?
Vielleicht erfülle ich mir einen Kindheitstraum und werde Privatdetektiv, wenn Matula seinen Job an den Nagel gehängt hat.
Herr Klein, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

 

Anmerkung der Red.: Dieses Interview wurde mit Harry Klein geführt. Harry Klein besteht darauf, dass dies ausdrücklich erwähnt wird, denn unglücklicherweise wird er stets mit dem Schauspieler Fritz Wepper verwechselt. Außerdem besteht Herr Klein auf der Erwähnung, dass für dieses Interview kein Geld geflossen ist. Nur Bier, weshalb wir auch nicht sicher sind, ob dies alles so ernst gemeint war, aber... na ja.

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