Herr Klein, was ja heute kaum noch einer weiß: Ihre
Fernsehkarriere begannen Sie als Praktikant im Kriminalmuseum.
Richtig! Nachdem mir das Leben unter den Brücken zu beschwerlich geworden
war, habe ich mir was anderes gesucht. Es war eine schöne Zeit im
Kriminalmuseum. Alles war dort fein säuberlich geordnet.
Worin bestand Ihre Aufgabe im Kriminalmuseum genau?
Ich war zuständig für das Abstauben.
Wie kamen Sie dann zur Keller-Abteilung?
Ach, irgendwann ist man reif für eine neue Herausforderung. Das ewige
Abstauben füllte mich einfach nicht mehr aus, wenn Sie verstehen, was ich
meine. Und der Keller hatte da gerade so einen jungen Wilden wie mich
gesucht.
Was hat Ihnen beim Keller am besten gefallen?
Der Kaffee von Rehbeinchen.
Fühltet Ihr Assistenten Euch nicht vom Keller in den
Schatten gestellt?
Hä?
Aber irgendwann hatten Sie doch die Faxen dicke und
wechselten den Vorgesetzten!
Das lag nur an den Bockwürsten von Rehbeinchen! Hätte es da mal was Anderes
gegeben, wäre ich wohl noch heute beim Keller! Dass ich diese Würstchen
meinem Bruder dann reindrücken konnte, freut mich aber noch heute! Auch wenn
unser Verhältnis seither ziemlich belastet ist, vorsichtig ausgedrückt.

Tja, wenn die Würstchen nicht gewesen wären -
vielleicht wäre dann alles anders verlaufen...
(Screenshot by
http://www.kommissar-keller.de)
Worin bestanden die wesentlichen Unterschiede zwischen
Keller und Derrick?
Na ja, der Keller ging zum Lachen in selbigen ... Obwohl, das tat Derrick
eigentlich auch. - Keller hatte ein untrügliches Gespür für den Täter. Wenn
der den Mörder mit seinen traurigen Augen anvisierte, verlor der regelmäßig
jegliche Lust am Versteckspiel und gestand alles, wirklich alles! Obwohl,
das tat Derrick eigentlich auch. - Hm. Unterschiede? Hab' ich noch nie
drüber nachgedacht. Sollte ich vielleicht mal drüber nachdenken. Was meinen
Sie? Sollte ich darüber nachdenken?
Ich denke, es könnte nicht schaden, darüber
nachzudenken. - Beim Derrick endete ihr Job ja mit seiner Pensionierung. Wie
ging es dann weiter für Sie?
Zuerst bekam ich ein Angebot vom Kreß. Ich sollte da den Heymann ablösen.
Doch dessen Job war mir viel zu stressig. Stattdessen wurde ich
Bürgermeister. Das entsprach meinem Naturell viel mehr.
Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?
Vielleicht erfülle ich mir einen Kindheitstraum und werde Privatdetektiv,
wenn Matula seinen Job an den Nagel gehängt hat.
Herr Klein, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!