Sinji Galeb

04.06.14
 

Die Blaue Möwe

von Sabine


Ivo, Mileva und Onkel Just

Diese Serie lief in den siebziger Jahren im Regionalprogramm. Ich hatte schon jegliche Hoffnung aufgegeben, sie jemals wieder sehen zu können. Gerade durch den Zusammenbruch Jugoslawiens war es schwierig, an Informationen zu kommen. Durch einen Zufall fand ich durch das Internet heraus, dass eine slowenische Firma die Serie auf DVD herausgebracht hat. Meine Begeisterung und Freude war riesengroß, als ich die Box in Händen halten konnte. Zwar im slowenischen Original, aber das war mir erst einmal egal.

Als ich die Titelmelodie zum ersten Mal wieder hörte, erinnerte ich mich sogar noch an den deutschen Text. Die Bildqualität der DVD ist großartig.

Ich kaufte mir ein slowenisches Wörterbuch und lernte ein wenig Grammatik, damit ich wenigstens in Ansätzen den Dialogen folgen konnte. Für einen roten Faden reichte es.

 

Noch schwieriger war es, das Buch zur Serie zu bekommen. Slowenien gehört zwar zu EU, jedoch ist es fast unmöglich ein slowenisches Buch trotz vorhandener ISBN-Nummer im Buchhandel zu kaufen. Es gelang mir schließlich über eine Buchhandlung in Österreich.

Die Bruderschaft der blauen Möwe, wie das Buch und auch die TV-Serie eigentlich heißt, kennt in Slowenien jedes Kind:

Der 14-jährige Ivo lebt in einem kleinen Dorf an der Adria-Küste Sloweniens beim alten Fischer Just. Seine Mutter ist gestorben, sein Vater verschwunden.

Ivo ist verzweifelt, denn die Dorfbewohner hassen ihn. Just erklärt ihm, dass sie nicht ihn selbst hassen, sondern seinen Vater, den Brasilianer.


Ivo und sein Vater

 

Dieser hatte die Fischer gebeten, ihm zu vertrauen und ihm Geld zu geben, damit er ein großes Motorboot kaufen könne. Ihre eigenen Boote seien doch sehr alt. Er versprach den Fischern reiche Fänge und Wohlstand. Nach vielen Tagen kam er aber ohne Boot und Geld zurück. Er hatte das Geld verspielt und versoffen. Dafür wurde er aus dem Dorf vertrieben.

Jetzt versteht Ivo, warum sogar die Dorfjugend Steine nach ihm wirft. Einzig das Mädchen Mileva hält zu ihm.

Eines Nachts kommt Ivos Vater zurück. Er ist schwer krank und stirbt kurze Zeit später. Er vermacht Ivo ein kleines Boot, die blaue Möwe.

Ivo ist glücklich, denn nun hat er etwas, das nur ihm gehört. Nach kurzer Zeit muss er allerdings feststellen, dass er allein zu schwach ist, um das Boot herzurichten und zum Fischen hinauszufahren. Auch Onkel Just und Mileva können ihm nicht helfen.

Gerade als er traurig von der Möwe Abschied nehmen will, tauchen die Jungen Miha, Jure, Franjo, Petar und Pero auf. Gemeinsam schaffen sie es, das Boot an Land zu ziehen. Sie beschließen sich zusammenzutun und gründen die Bruderschaft der himmelblauen Möwe. Ivo soll der Kapitän sein.

 


Vater ist tot


Sinji Galeb


Die Jungen

 

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