Cagney und Lacey

06.04.13


Sharon Gless und Tyne Daly als Cagney und Lacey

"Cagney und Lacey" wurde Anfang der 80er Jahre gedreht, aber erstmals 1987 in Deutschland, auf SAT 1, ausgestrahlt. Das erstemal sah ich ich die Serie irgendwann Mitte 1988, als ich nach Bayern zog und in den "Genuss des Kabelfernsehens" kam.

Die Serie handelt von zwei Polizistinnen, die in New York gemeinsam als Partnerinnen auf Streife gehen. Zwei eigentlich sehr unterschiedliche Frauen, die aber in tiefer Freundschaft verbunden sind. Christine Cagney ist mehr der Karrieretyp, sie hat keine Familie (außer ihrem Vater "Charlie", der hin und wieder auftaucht) - Mary Beth Lacey hingegen hat eine Familie und alle Hände voll zu tun, um Privatleben und Beruf unter einen Hut zu bringen...

Da ist zum einen Lt. Ben Samuels (Al Waxman), der Chef der beiden, ein kleiner, dicker Mann, den jedoch alle mit Respekt behandeln, oder  Det. Marcus Petrie (Carl Lumbly) und Victor Isbecki (Martin Kove), ein Muskelprotz, der so ein wenig das schwarze Schaf des Reviers darstellt - nebenbei bemerkt, irgendwie mochte ich den besonders gern.

Mir gefiel insbesondere an der Serie, dass sie sehr menschlich die Probleme zweier berufstätiger Frauen darstellte.

 

 Chris Cagney spielt z. B. immer die Taffe, tatsächlich ist sie aber sehr empfindsam und vom Ehrgeiz zerfressen. Darüber hinaus hat sie mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Mary Beth Lacey hingegen schafft es kaum, ihren chaotischen Haushalt in den Griff zu bekommen (sie hat anfangs zwei Kinder, später kommt noch ein drittes, das sie nach ihrer Freundin Christine nennt). Mary Beths Mann Harvey, der auch eine ständige Nebenrolle spielt, wird arbeitslos, und sie muss nicht nur mit einem störrischen Sohn, einem Baby und einem Mann, dessen Selbstbewusstsein am Boden liegt, sondern auch noch mit dem harten Alltag im New Yorker Revier fertig werden.

All das wird sehr glaubwürdig dargestellt - und die einzelnen Folgen sind mehr als spannend. "Cagney und Lacey" unterschied sich wohltuend von anderen Krimiserien, bei denen es nur um Ballerei und Pseudo-Action ging.

 

Es gab insgesamt über 120 Folgen, darunter einige Langfolgen. Auch mehrere Spielfilme wurden nach dem Ende der Serie gedreht. Hier hat sich Mary Beth ins Familienleben zurückgezogen, während Christine nach einer Entziehungskur einen Ermittlungsjob bei der Staatsanwaltschaft angenommen hat.

Sharon Gless spielte übrigens schon in "Dr. med. Marcus Welby" mit, sie stellte eine Sprechstundenhilfe dar. Auch Tyne Daly ist eine bekannte Schauspielerin in den USA. Sie gewann 4 Emmys für ihre Darstellung der Mary Beth Lacey. Sie stammt aus einer Schauspielerfamilie (Tochter von James Daly und Schwester von Timothy Daly).

Mittlerweile sind die Detektivinnen in die Jahre gekommen: Sharon Gless ist  65 Jahre, Tyne Daly 62 Jahre alt. Unglaublich! Als die Serie gedreht wurde, waren sie somit auch schon Ende der 30 - also weit entfernt von Charakteren a lá "Drei Engel für Charlie".

Sharon Gless heiratete später den Produzenten von "Cagney und Lacey", Barney Rosenzweig.

Für mich ist diese Serie immer und immer wieder sehenswert!

 

Sehr wichtig auch die Kollegen um die beiden Polizistinnen vom 14. Revier:

 

Nicht zu vergessen Harvey, Ehemann von Mary Beth

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