Der Geist und Mrs. Muir

05.04.13

von Gabi, einem Neu-Forenmitglied im TV-Nostalgie-Forum

Ich war schon immer ein großer Fan von allem, was mit Zauberei zu tun hat. Ob das nun "Aladdin" war oder "Bezaubernde Jeannie". Überall, wo Magie mit im Spiel war, das war genau meine Welt. Wie wäre es doch toll gewesen, als Kind einfach mal so zwischendurch die Schule wegzuzaubern oder sich selbst an einen Ort zu zwinkern, den man heiß und innig liebte. Schon daher war die Fernsehserie "Der Geist und Mrs. Muir" genau das Richtige für mich...

In einem alten, großen Haus in Schooner Bay an der Küste von New England lebt seit etlichen Jahrhunderten der Geist von Kapitän Daniel Gregg (wunderbar verkörpert von Edward Mulhare). Etliche Menschen wollten schon in diesem Haus wohnen, aber Kapitän Gregg hat es immer wieder geschafft, sie von seiner "Kommandobrücke" - wie er es nannte - erfolgreich durch allerlei Spuk zu vertreiben.

Bis Mrs. Carolyn Muir (dargestellt von Hope Lange) mit ihren beiden Kindern Jonathan (Harlen Carraher) und Candy (Kelly Flanagan) dort auftaucht. Zwar versucht der Kapitän alles mögliche um auch sie zu vertreiben, aber die taffe Mrs. Muir lässt sich durch seine Spukeinlagen nicht beirren und bietet ihm tapfer die Stirn.

 

Mit der Zeit empfindet der Kapitän so etwas wie Hochachtung, und im Laufe der Serie auch Zuneigung zu seiner neuen Mitbewohnerin, und hilft ihr stattdessen in manch schwierigen oder brenzligen Situationen, die für mich allesamt lustig und natürlich manchmal auch ein bisschen unheimlich in Erinnerung geblieben sind. Irgendeine besondere Bewandnis hatte auch das große Portrait des Kapitäns, welches im Wohnzimmer über dem Kamin hing. Mrs. Muir musste ihm hoch und heilig versprechen, es niemals von der Wand zu nehmen. Wenn ich es noch richtig weiß, hätte sein Geist sonst dieses Haus für immer verlassen müssen. Und das wollte natürlich niemand. Schon gar nicht die Zuschauer.   

Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt,  war Mrs. Muir auch die Einzige, der er sich überhaupt gezeigt hat. Für alle anderen Personen, die in der Serie auftauchten, blieb er stets unsichtbar.

Weitere ständige Personen waren der Neffe des Kapitäns,  Claymore Gregg (dargestellt von Charles Nelson Reilley), der immer einen Heidenrespekt - wenn nicht gar Angst - vor seinem verstorbenen Urahn hatte. Wenn ich es mir Recht überlege, ist aus heutiger Sicht die Geschichte mit dem Neffen doch eigentlich zeitlich ziemlich unmöglich. Mein Onkel ist jedenfalls noch keine 200 Jahre tot. Aber was solls, was bedeutet schon Zeit, wenn man einem schönen Märchen lauscht (oder in diesem Fall zusieht).

 

Dann gab es da noch die Haushälterin Martha (Reta Shaw) und natürlich den kleinen Terrier Scruffy.  

Die Serie kam immer Sonntags in der ARD. Ich war damals 9 Jahre alt und hatte es eigentlich als wöchentliche Serie in Erinnerung, aber als ich noch mal ein wenig nachgelesen habe, fand ich heraus, dass sie manchmal 3 oder 4 Wochen hintereinander kam und dann wieder 2 Monate gar nicht. Als Kind hat man eben doch ein anderes Zeitgefühl - wie ich eben schon mal bemerkte. Was sind da schon ein paar Wochen. Die Serie war von 1968 (aus den USA) und wurde am 18.03.1970 zum ersten Mal im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Insgesamt lief sie mit ca. 50 oder 60 Folgen bis 1973.

Der Hauptdarsteller  Edward Mulhare (vielen vielleicht auch bekannt aus "Knight Rider") starb am 24. Mai 1997 in Kalifornien an Lungenkrebs.

Hope Lange ist am 19. Dezember 2003 ebenfalls in Kalifornien verstorben.

Für mich - und ich schätze auch für viele andere meiner Generation - wird diese Serie immer ein Teil meiner Kindheit und eine meiner frühen Fernseherinnerungen bleiben.

 


Na, wer wird diese Lady wohl vertreiben wollen?

 

Das bekannteste Bild noch mal in Farbe

 

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