Hallo - Hotel Sacher ...

06.04.13

... Portier!

 

Oswald Huber, der Chefportier des "Sacher"

Hotels fand ich schon immer faszinierend, und ich war, glaube ich, schon in den Zwanzigern, als ich erstmals in einem übernachtete. Aber dann ging es Schlag auf Schlag :-)

Als das "Hotel Sacher" erstmals im deutschen Fernsehen auftauchte, war ich 12 oder 13 Jahre alt, und es war mir kein Begriff. Meine kleine Welt drehte sich am Rhein und im Westerwald, obwohl ich schon einmal in Österreich war (nein, nicht im Hotel, in einem "Jugendgästehaus" bei Zell am See). Aber das Hotel Sacher schien ziemlich bekannt zu sein, zumindest erzählte mir meine Tante, eine Tortenspezialistin par excellence, dass von dort die berühmte Sachertorte kam. Hm, das hörte sich gut an! Liebte ich doch Kuchen und Torten über alles (heute noch!). – Und wie war ich enttäuscht, als ich ein paar Jahre später in den Genuss einer solchen kam: viel zu süß, mit Orangenmarmelade, keine Sahne, keine Buttercreme, nichts zitroniges oder käsesahniges, keine Kirschen oder Mandarinen, einfach nur Schokolade und klebrig-süß, kurz – ich mochte sie nicht, auch heute kann ich die Berühmtheit dieser Spezialität gar nicht nachvollziehen.

 

 

Die Sendung war ganz und gar das Kind von Fritz Eckhardt, der die Idee hatte, die Drehbücher schrieb und die Hauptrolle spielte. Eigentlich ein Schauspieler, der so gar nicht mein Typ war, aber er strahlte etwas gemütliches aus, was mir wiederum doch gefiel. Und das Hotel Sacher – na ja, so bedeutend erschien es mir nicht, spielte sich doch alles in einem kleinen Vorraum ab, wo Oswald Huber, der Portier des Hotels, die Probleme seiner Gäste löste. Wenn man heute die Foyers der internationalen Hotels sieht, erscheint dies ein wenig lächerlich, selbst wenn in Österreich alles ein wenig gemächlicher zugeht ...

Rechts: die "Gnädige Frau" (Marianne Schönauer)

 

Oswald Huber ist ein Mann, der sichtlich die 60 schon überschritten hat, aber dennoch noch voll im Berufsleben steht. Er ist der wichtigste Mann im Hotel Sacher – zumindest war das die Quintessenz jeder Folge. Die "Gnädige Frau" ist seine Chefin, und ich muss erst einmal die Folgen sehen, die es seit kurzem auf DVD gibt, um festzustellen, ob sie nur so eine Art Hotelmanagerin ist (wie Peter McDermott im "St. Gregory" in San Francisco – aber was für ein Unterschied ;-)) oder gar die Besitzerin des traditionsreichen Hauses.

Oswald Huber weiß für alles eine Lösung, jeder kennt ihn, jeder mag ihn. Und dass er so gut wie kein Englisch spricht in einem internationalen Hotel – wen kümmert’s?

Links: Oswald Huber soll die Frau Kammersängerin zum Umzug in ein anderes Hotel bewegen (links Winnie Markus)

 

 

Oswald Huber lebt bei seiner Schwester Resi (oder lebt sie bei ihm?), was ich damals ziemlich merkwürdig fand. Sie ist liiert mit einem Mann namens Hrdlicka. Viel weiß ich nicht mehr über ihn, ich glaube, er ist so eine Art Beamter. Elfriede Ott mochte ich in der Rolle der Resi Huber damals sehr.

 Und dann gibt es natürlich noch zwei Typen in der Serie, die nicht unerwähnt bleiben dürfen: der Blecha und der Kerzl.

Der Blecha ist der Kollege vom Huber und stammt aus Reichenberg. Ein Klassiker ist der Spruch "Bei uns in Reichenberg..." für mich geworden und so was wie ein Vorgänger der Erzählungen von Rose Nyland aus den Golden Girls, die immer von "St. Olaf" sprach.

Rechts: Blecha erzählt mal wieder von "uns in Reichenberg" ...

 

Der Kerzl ist der Dauergast des Hotel Sacher und ständig betrunken. Ossy Kolmann ist für mich immer der Kerzl, eine Rolle, die ihm wohl immer nachschleichen wird, egal, was er sonst noch so gemacht hat. Der Kerzl ist so etwas wie ein Running Gag, der einzige Gast, der immer da ist. Auch hier habe ich noch Nachholbedarf: wieso konnte er es sich leisten, Dauergast in einem bestimmt nicht billigen Hotel zu sein?

"Hallo - Hotel Sacher ... Portier!" ist für mich schönste Samstagnachmittag-Nostalgie, obwohl sie wahrscheinlich auch im Abendprogramm lief. Und ich glaube, ich werde großen Spaß an der ersten Staffel, die seit kurzem auf DVD erhältlich ist, haben. Es ist sicher eine DER österreichischen Serien, vielleicht nicht die beste, aber die, die sich bei mir am meisten eingeprägt hat.

Links: Ossy Kolmann als Kerzl.

 

 

Berühmte Gäste gab es zuhauf im Sacher, hier zwei davon:
 

 

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