Julia

05.04.13

Julia ist auch wieder so eine Serie, an die ich mich zwar erinnere, aber keine Handlung wiedergeben könnte. Ich glaube, dass sie am Samstag im Vorabendprogramm der ARD lief, als Vorgängerserie von "Eddies Vater". "Julia" lief erstmals im Jahr 1970 (daher auch in "Fernsehen der 70er" zu finden), damals war ich 8 Jahre alt, es ist also kein Wunder! Der Vorspann ist mir jedoch in Erinnerung geblieben, sogar sehr gut. Julia Kopf wurde aus verschiedenen Perspektiven gezeigt, und da ich dazu neigte, alle Serien, die ich mochte, mit meiner kleinen Schwester nachzuspielen, machte ich bei "Julia" immer die wildesten Halsverrenkungen.

Die Serie scheint heute noch sehr gut anzukommen, als ich in meinem Forum danach fragte, kamen spontane und begeisterte Antworten. Warum also nicht auch eine Seite für diese bahnbrechende Serie?

Bahnbrechend - warum? Nun, die Serie entstand 1968 - in den USA. Die Hauptperson war eine alleinerziehende, berufstätige, afro-amerikanische junge Frau. Ein Novum, das viel Diskussion auslöste. Nichts desto trotz liebte man Julia - und man liebte die Hauptdarstellerin, Diahann Carroll, nicht nur eine begabte Schauspielerin, sondern auch eine erfolgreiche Sängerin.

 

 

Aber worum ging es genau? Na ja, wirklich aufregend war es wohl nicht, es war eine ganz normale amerikanische Familienserie, ungewöhnlich waren nur die oben beschriebenen Umstände. Julia ist Witwe, ihr Mann starb in Vietnam. Sie zieht mit ihrem Sohn Corey nach Los Angeles und nimmt eine Stellung als Krankenschwester bei der Raumfahrtbehörde an. Ihr Chef ist Dr. Morton Chegley, ihre Kollegin Hannah Yarby. Ihr Sohn Corey freundet sich hingegen mit dem Nachbarsjungen, Earl J. Waggedorn an, zu dessen Eltern Julia auch einen guten Kontakt pflegt.

52 Folgen á 25 Minuten konnten wir die Geschichten um Julia, ihre Freunde und Kollegen sowie ihren Sohn miterleben. Diahann Carroll war damals zwar schon bekannt, aber erst nach dieser Serie wurde sie zum Star. Sie spielte noch in mehreren Serien durchgehende Rollen, am bekanntesten dürfte sie als Blake Carringtons Schwester Dominique Deveraux in "Der Denver-Clan" sein, auch für die  Nachfolgeserie "Die Colbys" wurde sie engagiert.

"Julia" wird zwar in den USA unter dem Genre "Sitcom" geführt (aber das wird "Onkel Bill" auch), dieser Sparte hat jedoch mein kompetenter Forenkollege Kaschi heftig widersprochen (hat aber dann zugegeben, dass es zumindest in den USA auch in der Fachliteratur als Sitcom geführt wird), und je mehr ich über diese Serie lese, komme ich auch zur der Erkenntnis, dass es wirklich keine klassische Sitcom war. Vielleicht erbarmt sich ja mal ein Privatsender und wiederholt diese Serie, so dass wir wirklich sicher sein können...


 

Julia und Corey

 

 

Kaschi fand insbesondere bemerkenswert, dass der Umgang zwischen "Schwarz und Weiß" ganz selbstverständlich war - bei den Kleinen und den Großen - mal freundschaftlich, mal brummig, mal fröhlich. Dies war vor nunmehr 38 Jahren in den USA alles andere als selbstverständlich. Schon deshalb eine ungewöhnliche und sehr liebenswerte Serie.

 


Eins von Kaschis Lieblingsfotos

 

Die beiden unteren Fotos sind aus Kaschis Fundus:

 


Aus der Folge "Julias Untermieter":
Als Julia verreist ist, trifft ein Telegramm zu Hause ein. Hauswirt Cooper (Ned Glass) und Mary Waggedorn (Betty Beaird) überlegen, ob sie das Telegramm lesen sollen. Vielleicht ist es eine wichtige Nachricht. Als sich der Hauswirt schließlich aufrafft und die Post öffnet, gerät er in allerhand Schwierigkeiten.


Aus der Folge "Kleiner Mann, was tun":
Julia (Diahann Carroll) und der kleine Earl J. Waggedorn
(Michael Link) haben Kummer. Corey, der verreist ist,
fehlt ihnen sehr. So versuchen sie das Beste,
aus der Situation zu machen.

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