Raumpatrouille

08.06.13

Eigentlich ist das hier ja nicht Ingos Lieblingsserie - tatsächlich ist es "Invasion von der Wega" - aber die ist ja schon durch Pete besetzt. Die Serie, die er dann "beschreiben" wollte, war mir zu "neu" - und so sind wir dann auf diese Lösung gekommen. Und da es viele Besucher meiner Homepage gibt, die nach dieser Serie bereits gefragt haben, werden sich einige darüber freuen!

 

"Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von Übermorgen: es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem.

Eins dieser Raumschiffe ist die ORION, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt. Begleiten wir die ORION und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit." (gesprochen, laut Ralf, einem Besucher meiner Homepage, von Claus Biederstaedt)

 

Wenn ich heute diese Sätze höre, und dazu den futuristischen Soundtrack von Peter Thomas, bekomme ich mitunter immer noch eine Gänsehaut.

Wir schreiben den Herbst im Jahre 1966, als die ARD sieben Folgen der "Raumpatrouille" auf Sendung schickt. Für mich war es seinerzeit noch zu früh, ich habe die Folgen dann erst bei der ersten Wiederholung im Jahre 1968 gesehen.

Doch nun zur Serie: Die Bavaria-Studios in München produzieren 1965 eine neue Fernsehserie, die für die damalige Zeit sehr außergewöhnlich ist. Es handelt sich um die erste SF-Serie aus Deutschland, die, damals noch in schwarzweiß gedreht, auch nach ca. 40 Jahren nichts von ihrem Reiz verloren hat: "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes ORION"

 

Das berühmteste Requisit der Serie: das Bügeleisen...

Szenenbildner und Oscar-Preisträger Rolf Zehetbauer stellt mit einfachen Dingen eine futuristische Kulisse her. Sehr oft benannt wird dabei das Bügeleisen, das in häufigen Filmszenen auf einer Konsole zu sehen ist. Der aufmerksame Zuschauer wird dabei auch noch andere Dinge des täglichen Lebens entdecken. Die Handlung, die von den Drehbuchautoren Rolf Honold und W.G. Larsen geschrieben wurde, werde ich hier kurz und gestrafft schildern.

Im Jahre 3000 durchqueren schnelle Raumkreuzer unsere Milchstraße. Eins davon ist die Orion, unter dem Kommando von Cliff Allister McLane. Durch seine, sagen wir, etwas unorthodoxe Art, Befehle zu befolgen, wird er mit seiner Crew von den schnellen Raumverbänden zu der Raumpatrouille strafversetzt. Zusätzlich bekommt er noch eine Aufpasserin, in Person des GSD-Sicherheitsoffiziers Tamara Jagellovsk zugeteilt. Die Besatzung besteht weiterhin aus dem Armierungsoffizier Mario de Monti, dem Astrogator Atan Shubashi, dem Kommunikationsoffizier Helga Legrelle und Hasso Sigbjörnson.

 

1. Folge: "Angriff aus dem All"

Sie stoßen darin auf Exoterristen, FROGS genannt, die auf einer Außenbasis sämtliche Besatzungsmitglieder getötet haben. Für mich war das damals sehr unheimlich, denn die Toten waren buchstäblich in der Bewegung erstarrt.

2. Folge:  "Planet außer Kurs"

Den FROGS ist es gelungen eine Supernova auf die Erde zuzusteuern. MacLane und seine Besatzung kann aber noch rechtzeitig die Leitzentrale der Fremden vernichten und somit die Katastrophe verhindern.

 

3. Folge:  "Die Hüter des Gesetzes"

Roboter haben auf dem Erzplaneten Pallas die Kontrolle über die Menschen übernommen. Tamara hat im kybernetischen Unterricht gut aufgepaßt und es gelingt ihr, die Roboter umzuprogrammieren. Helga und Atan halten auf einer Lancet die Stellung. Durch "Laurin läßt grüßen" hängt ihr Leben am seidenen Faden. Sie werden aber in letzter Minute gerettet.

 

4. Folge:  "Deserteure"

Die Besatzung der ORION kommt in den Einflußbereich sogenannter "Telenose-Strahlen" der FROGS. Diese unheimliche Strahlung dringt in die Gehirne der Astronauten und macht sie zu willenlosen Werkzeugen. Ein an Bord befindlicher Professor bannt die Gefahr, McLane geht zum Schein auf die Befehle ein und vernichtet den feindlichen Stützpunkt.

 

5. Folge: "Der Kampf um die Sonne"

Wissenschaftler auf Chroma haben die Sonneneruptionen verstärkt um auf ihrem Planeten zu überleben. Doch der Erde droht die Gefahr zu verdörren. Die ORION fliegt nach Chroma und stellt überrascht fest, daß die Welt von Frauen beherrscht wird. Ein Kompromiss wird aber erreicht.

 

6. Folge: "Die Raumfalle"

Pieter Paul Ibsen, ein Science Fiction-Autor, ist Gast an Bord der ORION. Die Besatzung ist davon überhaupt nicht begeistert. Trotzdem gestatten sie ihm mit einer Lancet einen Alleinflug. Er kommt dabei in den Einflußbereich des Planeten Mura, einem Verbannungsort für abtrünnige Wissenschaftler, und muß landen. Bei der Rettung kommt die Orion in eine knifflige Situation.

 

7. Folge: "Invasion"

Die FROGS gehen mit ihrem Plan, die Erde einzunehmen, in die entscheidende Phase. Hohe Beamte des GSD, allen voran Oberst Villa, werden manipuliert und bereiten den Invasionsplan vor. McLane, der wieder mal einen Befehl nicht befolgt, wendet die Katastrophe ab. Er wird befördert und zu den schnellen Kampfverbänden zurückbeordert. Auch einem Happy-End mit Tamara steht nun nichts mehr im Wege.


Der Vollständigkeit halber will ich zum Schluß noch die Hauptdarsteller und ihre Rollen zusammen-
fassen:

 

Dietmar Schönherr als
Cliff Allister McLane

Eva Pflug als
Tamara Jagellovsk

Claus Holm als
Hasso Sigbjörnsen

 


Wolfgang Völz als
Mario de Monti


F.G. Beckhaus als
Atan Shubashi


Ursula Lillig als
Helga Legrelle


Benno Sterzenbach als
General Wamsler


Friedrich Joloff als
Oberst Villa




Die Serie erfreute sich großer Beliebtheit beim Publikum. Doch eine Fortsetzung ist, wahrscheinlich
wegen zu hoher Produktionskosten, nie realisiert worden. Selbst von einer Neuauflage, die
Regisseur Roland Emmerich in den 90er Jahren plante, habe ich nichts wieder gehört. Also erfreuen
 wir uns an den alten Abenteuern der Orion, die heute zweifellos eine Serie mit Kultstatus ist.


Jede Menge Bilder zur "Orion" gibt es in der Dia-Show - viel Spaß!

Fans der Serie können sich gerne bei Ingo melden:

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