Raumschiff Enterprise

05.04.13

Faszinierend!

Kultige Fernsehserien gibt es zuhauf. Das Wort "Kult" wird meiner Meinung nach sogar etwas überstrapaziert, andererseits macht sich jeder Fan ja irgendwo seinen eigenen Kult. Als Kult gelten Serien wie "Mit Schirm, Charme und Melone", aber auch "Dallas" oder sogar "Baywatch". Kultserien zeichnen sich entweder durch eine sehr originelle, innovative oder auch trashige Handlung aus und haben meist sehr treue Fans.

Wenn man sich so überlegt, auf welche Serie dies wohl am eindeutigsten zutrifft (sofern man das Wort "eindeutig" überhaupt steigern kann), kann man wohl nur zu einer kommen:

Raumschiff Enterprise

 

Keine ist bekannter, keine hat so treue Fans (Trekkies) und keine schaffte es letzten Endes, sich ein eigenes Universum zu schaffen und allein mit Fanartikeln einen Milliarden-Umsatz zu schaffen (einige Informationen aus dem nachfolgenden Text stammen aus dem sehr informativen Buch der Star-Trek-Experten Mike Hillenbrand und Thomas Höhl "40 Jahre Star Trek in Deutschland – Wie Captain Kirk nach Deutschland kam").

Aber fangen wir einfach mal am Anfang an: In Deutschland schrieben wir das Jahr 1972, ich war 10 Jahre alt, und am 27. Mai  stand da plötzlich statt "SOS Charterboot" oder meines geliebten "Daktari" etwas ganz anderes auf dem Programm: Raumschiff Enterprise!

 

Eine Serie, deren Handlung sich absolut nicht in meiner Vorstellungswelt abspielte. "Quatsch" meinte meine Mutter, "so was Dummes gucken wir uns nicht an." Mein Stiefvater und dessen Söhne jedoch waren ganz anderer Meinung. Samstag um viertel vor sechs abends drang die Enterprise vor in Galaxien, die nie  ein Mensch zuvor gesehen hat, und auch ich lernte Captain Kirk, Mr. Spock, Scotty, Pille, Uhura, Mr.  Sulu und später auch Mr. Chekov kennen. Damals fand ich es aber, ehrlich gesagt, noch nicht faszinierend, was da vor sich ging, nur das Beamen ... Ja, das gefiel mir, und ich stellte mir vor, wie ich mich in fremde Länder beamen konnte oder einfach mal weg, wenn ich Unsinn gemacht hatte und Mama schimpfte.

Das ZDF hatte die Serie portionsweise gekauft, zunächst sollten nur 20 Folgen laufen, weitere sechs waren umstritten, man wollte erst einmal abwarten, wie die Serie überhaupt ankam.

 

Empfohlen wurde die Serie "ab 14" (also kein Wunder, dass ich das damals noch nicht so richtig verstand). In den USA war "Star Trek" längst abgedreht, als es bei uns anlief.

"Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat."

So begann jede Folge, und erst später erfuhr ich, dass Kirk und Co. keineswegs im Jahr 2200 unterwegs waren, sondern erst viel später. Nämlich von 2264 bis 2269.

 

Die Serie hatte von Anfang an viele Fans, allerdings kannte man damals das Wort "Kult" wohl noch nicht. Die Fans dieser "merkwürdigen" Serie jedoch schienen vielen Zuschauern noch merkwürdiger zu sein. Damals ahnte man noch nicht, wie viele Fans noch dazu kommen würden ... 

Die Handlung der Serie war ja bereits im Vorspann erzählt, ein Raumschiff, unterwegs mit 400 Menschen (nun ja, die meisten waren zumindest Menschen), forschte nach neuem Leben. Obwohl ja 400 insgesamt an Bord sein sollten, sah man meistens nur diese:

 

Captain James T. Kirk (das T stand für Tiberius), ein noch junger Captain, draufgängerisch und ein wenig arrogant, wurde vom kanadischen Schauspieler William Shatner dargestellt.

Er wurde durch die Rolle des James T. Kirk weltberühmt, haderte jedoch immer ein wenig, dass sein Co-Star, Leonard Nimoy, bei vielen Fans der Serie noch besser ankam. Er wurde bis vor einigen Jahren fast nur mit der Rolle des Kirk identifiziert, bis er die Rolle des Danny Crane in Boston Legal übernahm. Und plötzlich merkte man: Shatner konnte nicht nur Kirk!

William Shatner ist heute 78 Jahre alt.

 

Mr. Spock ist der erste Offizier (Wissenschaftsoffizier) der Enterprise und somit der Vertreter des Captains. Er ist der Sohn des vulkanischen Botschafters Sarek und dessen menschlicher Ehefrau Amanda. Mr. Spock, von dem man in der Serie nie erfährt, wie er eigentlich mit Vornamen heißt (danke an Stefan und die tvforen-Mitglieder, die mir verrieten, dass er den schönen Namen "S'chn T'gai" trägt), wurde vom amerikanischen Schauspieler Leonard Nimoy dargestellt.

Er war wohl der beliebteste Charakter der Original-Serie, sein "faszinierend" wurde mit seinen spitzen Ohren zu seinem Markenzeichen. Nach dem Dienst bei der Sternenflotte zog es Leonard Nimoy wieder auf die Erde zurück, er wurde Agent ("Kobra, übernehmen Sie"). Auch er ist heute 78 Jahre alt.

 

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© aller Fotos: Paramount

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