
29.05.11
Die "verschollene" Serie
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Chris Stone alias Cass Garett
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Wie habe ich diese Serie geliebt! Ich könnte sicherlich keine Folge mehr erzählen, weil das alles fast 30 Jahre her ist - aber ich weiß noch, dass ich freiwillig am Sonntag morgen früher aufgestanden bin, damit ich "Spencers Piloten" sehen konnte. Am meisten hatte es mir Christopher Stone angetan, den ich schon als Pooch Hardin in den "Assistenzärzten" so toll fand... Die erste Folge wurde am 10.07.1977 in der ARD ausgestrahlt, ca. um 11.00 Uhr am Morgen. Ich war damals noch eine rechte Schlafmütze und schaffte es locker, sonntags mal eben bis 11.00 Uhr zu schlafen, auch wenn meine Mutter und vor allem meine jüngeren Brüder das nicht so toll fanden... Die drei schafften es nicht, aber Chris Stone schaffte es: Der Wecker klingelte um 10, und ich schaffte es sogar, noch zu frühstücken, bevor ich mich voller Erwartung vor den Fernseher setzte, um Chris Stone und Todd Sussman bei ihren Abenteuern zuzuschauen...
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Die Serie hatte nur 11 Folgen und wurde einmal wiederholt (ich habe die Wiederholungen leider nicht sehen können, ist aber auch schon fast 25 Jahre her). Sie war nicht nur spannend, sondern auch witzig - besonders ist mir der "Schlachtruf" von Cass und Stan in Erinnerung geblieben: "Geronimoooooooooo" .
Wovon handelte "Spencers Piloten"? Dann lasse ich hier mal wieder Pete zu Wort kommen, der natürlich auch einiges zu dieser Serie weiß...
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Christopher Stone hatte vor "Spencers Piloten" in der Serie "Die Assistenzärzte" einen Hit gelandet (zumindest in Deutschland), doch "Spencer's Piloten" schaffte es bei uns nicht mal mehr ins Vorabend- oder Abendprogramm. Es war eine typische Flop-Serie aus den USA, die deutsche Programmmacher so gerne einkauften. Man konnte sie spottbillig bekommen und gleichzeitig dem deutschen Publikum was Neues präsentieren. Und so durften "Spencer's Piloten" am Sonntag vormittag in der ARD durch die Lüfte sausen und ihre gefährlichen Abenteuer zwischen Himmel und Hölle bestehen.
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Warum die Serie floppte, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Sie hatte wirklich alles, was eine überdurchschnittlich gute Serie ausmachte: Erstklassige Darsteller, eine wirklich ansprechende Titelmusik, eine tolle Atmosphäre und vor allem teilweise sehr spannende Geschichten. Ich erinnere nur an die Folge "Sprengstoff", die so ziemlich jedes Spannungsklischee bemüht, das es in diesem Zusammenhang gibt, und in der Chris Stone Kopf und Kragen riskiert, und meine absolute Lieblingsfolge "Streichhölzer", in der Todd Sussman eine Sprengladung aus einem riesigen Schornstein holen muss. Nie werde ich seinen Lieblingsruf "Geronimo" vergessen, bevor er aus dem Flugzeug in den Schornstein kletterte. |
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Spencer Parish ist die Vaterfigur der Serie, gespielt von dem alten Hasen Gene Evans, den wir aus unzähligen Western- und Krimirollen kennen, und der einem breiten Publikum in Deutschland vor allem durch die Vorabenserie "Mein Freund Flicka" bekannt wurde, wo er einen Rancher spielte. Er betreibt eine Flugschule und private Fluggesellschaft in Südkalifornien. Seine Büromanagerin ist Linda Dann, gespielt von der hübschen Newcomerin Margaret (Marge) Impert. Das Faktotum der Company ist Mickey Wiggins, gespielt von dem ebenfalls damals sehr beliebten Britt Leach.
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Die beiden Helden der Serie aber waren die Piloten Cass Garrett (Christopher Stone) und der vorlaute und stets zu Scherzen aufgelegte Stan Lewis (Todd Sussman). Unversehens geraten die beiden in die haarsträubendsten Abenteuer, müssen gegen Wind, Wetter und gefährliche Gangster antreten (in einer Folge spielt sogar Pernell Roberts aus Bonanza einen Gangsterboss), und mit Sprengstoff hantieren. Kein Auftrag ist ihnen zu heikel. In der Pilotfolge, die bei uns gekürzt war (in USA ging sie über 75 Minuten, soviel ich weiß), geraten die Piloten, Spencer und Barbara Bel Geddes (Miss Ellie aus "Dallas") in der Wüste in Lebensgefahr, nachdem sie notgelandet sind und das Wasser knapp wird.
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Diese Folge stellte die Helden vor, wurde bei uns jedoch erst später gesendet. Wahrscheinlich zog man "Hals- und Beinbruch" vor, weil Bill Bixby mitspielte, der bei uns sehr populär war. Alles in allem eine wunderbare Serie, die sich aus dem Durchschnittseinerlei der 70er wohltuend abhob, qualitativ wie inhaltlich. Ich hätte "Spencers Piloten" zumindest zwei Staffeln gewünscht... Ja, da kann ich mich Pete nur anschließen - es war eine tolle Serie, viel zu kurz und viel zu selten gesendet... Die Bilder auf dieser Seite stammen von Pete und wurden von Jörg bearbeitet - vielen Dank an Euch beide! |
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Anmerkung: Pete hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass "Spencers Piloten" erstmals im Nachmittagsprogramm der ARD am Sonntag ausgestrahlt wurde, und zwar gegen 17.00 Uhr. Ich konnte das erst nicht glauben, musste dann aber feststellen, dass er recht hatte. Man soll einem ausgewiesenen Serienexperten eben immer glauben... Ich bin nicht sicher, ob ich die Erstausstrahlung dann schon gesehen habe, weil ich mich eigentlich nur an die Sonntag-Vormittage erinnere...
Aus der bei uns als erste Folge ausgestrahlten Episode "Hals- und Beinbruch" habe ich eine Dia-Show erstellt. Das Material ist auf Grund des Alters natürlich nicht das Beste, aber es ist sehr selten. Weitere Dia-Shows folgen noch!
Und hier ist die geniale Titelmelodie aus "Spencers Piloten"...
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