Tommy Tulpe

29.06.13

Gründen wir doch eine Kommanditgesellschaft ...

So richtig erinnere ich mich nicht an diese Serie, ich gebe es zu! Ich war ja auch erst acht Jahre alt, als sie auf Sendung ging! Aber ich erinnere mich sehr gut an den Serientitel und an die Gärtnerei von Tommys Mutter und Großvater, und dass Tommy immer die Blumen auslieferte.

Von daher ist es nicht verwunderlich, dass ich diese schwachen Erinnerungen, die aber durchaus positiv besetzt waren, erst einmal auffrischen musste, was aber dank der kürzlich erschienenen DVD-Box nicht schwer fiel. Und es ging mir ähnlich wie bei "Till, der Junge von nebenan" - es war beste (Kinder-)unterhaltung, nicht die Spur von Langeweile kam auf, und ich verstehe immer besser, warum die Jugendserien von Alfred Greven so beliebt waren. Wobei "Till" und "Tommy" ja als die beliebtesten gelten.

 

 

Nach "Till, der Junge von nebenan" und "Alles dreht sich um Michael" war "Tommy Tulpe" die dritte Jugendserie des ZDF. 13 Folgen, jeweils am Sonntag, konnte man beobachten, wie geschäftstüchtig kleine Jungen sein können! Ja, denn Thomas Behrendt - wie Tommy eigentlich heißt - spricht über Kommanditisten und Komplementäre wie andere Jungs über Rollschuhe und Fußball.

Tommy kommt nach einiger Zeit bei seiner Großmutter im Schwarzwald (warum er dort war, erschließt sich zumindest in der ersten Folge noch nicht, es müssen jedoch einige Jahre gewesen sein) ins heimatliche Berlin zu Mutter, Großvater und Schwester zurück, die eine Gärtnerei betreiben.

In Berlin findet Tommy auch schnell Anschluss: Fritzi, deren Eltern ein Möbelgeschäft haben, und Klaus, dessen Eltern so etwas wie eine Werkzeughandlung führen. Alle drei lernen sich am Kiosk von Herrn Debus kennen (dargestellt von Jo Herbst) kennen.

Geschenk vom Großvater: ein eigenes Gewächshaus

 

 

Tommy hat von seiner Oma, die im Schwarzwald ein Geschäft führte, offenbar viel gelernt: schon bald zeigt sich sein beeindruckendes Verkaufstalent, schafft er es doch, auch den unentschlossensten Kunden etwas zu einem Preis zu verkaufen, den diese gar nicht einkalkuliert haben (siehe links: Verkaufsgespräch mit zwei alten Damen und Schwester Ina). Seiner Mutter empfiehlt er, aus dem Blumenladen doch einen Supermarkt zu machen. Doch so ganz traut sie seinen Tipps nun doch nicht.

Tommys Großvater schenkt seinem Enkel als kleines Refugium ein altes Gewächshaus, von dem Tommy und seine neuen Freunde begeistert sind.

Doch die Begeisterung schwindet, als der Großvater für seinen neuen Transporter eine Garage braucht und dafür der Schuppen, in dem das Pony Rykja steht, weichen soll. Was wird nun aus Rykja?

 

 

Da hat Tommy die Idee: er gründet eine KG! Eine Kommanditgesellschaft! Wissen Jungs in seinem Alter, was eine KG ist? Selbst Gustav, Hilfskraft in der Gärtnerei, muss er das erst mal erklären. Als Betriebskapital stellt Tommy das Pony Rykja und den Ponywagen zur Verfügung und ist somit Komplementär der KG. Mama Behrendt und der Großvater beteiligen sich mit jeweils 20 %, Fritzi und Klaus bringen Material von ihren Eltern ein und sind mit jeweils 10 % beteiligt. Darüber hinaus steuert Fritzi noch den Namen für das Fuhrunternehmen bei: die "Tommy Tulpe KG".

Aufträge kommen natürlich von der Gärtnerei, und solange der neue Transporter noch nicht ausgeliefert ist, haben Tommy und Rykja richtig viel zu tun: pro Lieferkilometer eine Mark. Doch was soll nur werden, wenn der Transporter da ist? Ob Tommy bis dahin eine Lösung für sein Fuhrunternehmen und vor allem für Pony Rykja gefunden hat?

 

Soweit zum Inhalt der ersten Folge, die laut Ausschnitten aus Programmzeitschriften nicht gut wegkam. Was Tommy da zum Teil von sich gab, wollte nicht so recht zu einer Kinderserie passen. Tommy war zu altklug, er sprach über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge wie ein Großer, interessierte das die Jugend überhaupt? - Offenbar ja, denn Tommy Tulpe war eine der erfolgreichsten Jugendserien aus der Produktion von Alfred Greven. Wie alle Jugendserien aus dieser Zeit war auch diese in Berlin angesiedelt.

Der Darsteller des Tommy Tulpe, Stephan Slowik, arbeitet bereits seit 37 Jahren als Musiker. U. a. schrieb er Lieder für Dunja Rajter, Bernhard Brink und Roland Kaiser. Selbst war seine Stimme schon in Werbespots zu hören.

Die Serie lohnt sich meiner Meinung nach für alle Nostalgiker und Kinder der 60er. Sie ist, wie bereits erwähnt, überhaupt nicht langweilig, es macht Spaß, Tommy und seinen Kommanditisten zuzuschauen. Über den Link ganz unten kann die Serie direkt bei Amazon bestellt werden.

Die Bilder und Informationen stammen von der DVD bzw. dem Booklet "Tommy Tulpe" von Polar Film. Copyright liegt natürlich dort und beim ZDF.

 

 
 

Die Serie ist auch als DVD erschienen, u. a. bei Amazon bestellbar, aber auch bei :

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