Verliebt in eine Hexe

08.06.13

Frank war schon als Kind...


Franks Lieblingsfoto

... verliebt in eine Hexe

Als ich sie zum ersten Mal sah, war ich höchstens 8 Jahre alt, sie erschien mir in  schwarz-weiß, aber sie war schön und blond, hatte ein warmherziges Lächeln und was sie tat, brachte mich zum Lachen und ich war verliebt in sie. Als ich sie zwanzig Jahre später wiedersah, war ich inzwischen 30 geworden, sie aber hatte kein einziges Fältchen bekommen, ja sie war um keinen Tag gealtert. Warum sollte sie auch? Sie war ja unsterblich, ich war immer noch verliebt, ich war "Verliebt in eine Hexe".

Diese Fernsehserie wird für immer ein Symbol meiner unbeschwerten Kindheit in den 60ern sein. Und nicht nur in den USA und bei uns, sondern überall auf der Welt (Nur nicht in Schweden. Warum nicht, weiß wahrscheinlich nicht mal der oberste Hexenrat) verfolgte man begeistert die zauberhaften Erlebnisse von Samantha und Darrin Stephens (Elizabeth Montgomery und Dick York).

 


Samantha und ihre Mutter vor dem neuen Haus


Neugierige Nachbarn gibt es ja immer...

 

Ihr Wiedererscheinen auf einem Privatsender Ende der 80er Jahre war für mich schöner als Weihnachten und Ostern zusammen und obwohl inzwischen 20 Jahre vergangen waren, fand ich Samanthas einmaliges Wackeln mit der Nase, mit der sie ihre Hexenkünste vollführte, immer noch süß, litt mit ihrem sterblichen Ehemann Darrin, dem immer wieder die unglaublichsten Dinge durch die Hexerei passieren. Ich lachte herzhaft über Tante Claras (Marion Lorne) misslungene Zaubereien, schüttete mich aus über die neugierige Nachbarin Mrs. Kravits (Alice Pearce, ab Staffel 3 Sandra Gould), der niemand glauben will, vor allem nicht ihr Ehemann Abner (George Tobias), daß Mrs. Stephens eine Hexe ist. Und die Krönung des Ganzen sind natürlich die Boshaftigkeiten von Darrins lieber Schwiegermama Endora (Agnes Moorehead), die sich angeblich nie seinen Namen merken kann und ihn mit Danners, Donald, David, Damp-Damp oder meist mit Derwood anredet.


Schwebende Bananen? Nanu... Hier ganz normal

 

Was diesen Punkt angeht, kann man natürlich geteilter Meinung sein: Einerseits ist es sicherlich alles andere als angenehm, wenn einem bei jeder Lüge die Ohren ein Stück weiterwachsen (siehe Bild links), bis man am Ende wie Dumbo aussieht, oder man im Gegensatz dazu mit einem Zauber belegt ist, immer die Wahrheit zu sagen und damit Komplikationen ausgelöst werden. Aber andererseits sind es für Darrin meist lehrreiche Lektionen, denn jeder Zauber beruht oft auf einer Überheblichkeit oder gar einer Beleidigung seiner Schwiegermutter seinerseits. Und schon allein die Tatsache, dass Samantha ihrem sterblichen Ehemann zuliebe ihr Hexendasein mehr oder weniger zurückstellt, reizt Endora ja geradezu, ihrem Schwiegersohn nicht unbedingt wohlgesonnen zu sein...

 

 

Aber zum Glück setzt Samantha ja immer wieder gegen alle Vereinbarungen und Versprechen ihre Zauberkräfte ein. Bei einfachen Hexereien genügt ein Wackeln mit der Nase, manchmal werden zur Unterstützung auch die Hände eingesetzt und bei besonderen Anlässen bedarf es auch schon mal eines gereimten Zauberspruches. Und am Schluss einer jeden Folge sieht Darrin es ein (auch wenn er es nicht so gerne sieht, dass seine Frau zaubert) dass es auch ganz nett ist, mit einer Hexe verheiratet zu sein.

Ergänzt wird dieses zauberhafte Ensemble von Paul Lynde, der als Onkel Arthur Schabernack treibt. Aus der Hexenzunft muss noch Samanthas Cousine Serena erwähnt werden, die von Pandora Spocks gespielt wird, die in Wirklichkeit ebenfalls Elizabeth Montgomery war. 

Zu den Hauptfiguren, die ebenfalls immer wieder die verrücktesten Sachen erleben, gehören aus der Welt der Sterblichen noch Darrins Chef Larry Tate und seine Ehefrau Louise (Irene Vernon, ab Staffel 3 Casey Rogers).


Darrin mit seinem Chef, Larry Tate

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