Die Crew -
Neelix, Harry, Tom, B'Elanna, Kes und Seven of Nine

Jetzt wird es etwas schwierig, hier kommen die Charaktere, mit denen ich weniger anfangen konnte, die mir aber keineswegs unsympathisch sein müssen:

 

Neelix, der talaxanische Koch und Moraloffizier der Voyager, war bei vielen Fans der Serie nicht sehr beliebt. Ich hingegen mochte Neelix eigentlich ganz gern, obwohl er in vielen Folgen nervig herüber kommt. Er sollte die Humorsparte bei Voyager bedienen, was meiner Meinung nach gut gelang.

Neelix ist loyal und identifiziert sich voll mit den Zielen der Voyager, der Flug nach Hause ist auch sein Flug nach Hause, obwohl er sich von seiner eigentlichen Heimat immer weiter entfernt.

Neelix ist die gute Seele der Voyager, ein guter Freund und Berater. Die Fans, die Neelix nicht mögen, können die Serie eigentlich auch nicht mögen, denn er gehört einfach dazu.

 

 

Harry Kim, der junge Fähnrich, bleibt leider immer ein wenig blass und unter seinen Möglichkeiten. Er ist wahrscheinlich das Element, auf das man ehesten hätte verzichten können, er bediente jedoch die Sparte "Beste Freunde" gemeinsam mit Tom Paris, mit dem er  die ganze Zeit sternenflottenmäßig per "Sie" blieb.

Trotzdem ist Harry ein sympathischer Charakter, einfach jemand, den man gern hat. Wäre er jedoch nicht dabei gewesen, wäre es auch nicht weiter aufgefallen. Oder vielleicht doch – immerhin hat er die Voyager schon einige Male retten müssen ...

Janeway hegte für Harry mütterliche Gefühle, man merkte ihr an, dass er für sie etwas besonderes war.

 

 

Tom Paris stand zuvor auf der zweitletzten Stelle meiner Sympathieskala, hat jedoch ein wenig aufgeholt, weil er so etwas wie der "Trip Tucker" der Voyager ist.

Tom sitzt in einem Rehabilitationslager der Sternenflotte in Neuseeland, als er von Janeway die Chance bekommt, auf der Voyager mitzufliegen. Aus der Not geboren, macht sie ihn zum Lieutenant und Piloten des Schiffs.

Tom ist temperamentvoll und risikofreudig, technisch und medizinisch sehr begabt und merkwürdigerweise auch so etwas wie ein Frauenheld. Als er sich B’Elanna Torres zuwendet, hört das jedoch auf. Tom ist mit Harry Kim befreundet und erlebt mit ihm manches Abenteuer auf dem Holodeck, insbesondere in den Abenteuern des "Captain Proton", eines Programms, das er selbst geschrieben hat. Tom Paris mag mir zwar nicht so sympathisch gewesen sein, unentbehrlich ist er aber in jedem Fall auf der Voyager.

 

 

B’Elanna Torres ist eine Halbklingonin und Mitglied des Maquis, die dank Fürsprache von Chakotay zum Chefingenieur der Voyager aufsteigt. Sie ist sehr rebellisch und temperamentvoll, leider wirkt die Darstellerin in meinen Augen etwas unglaubwürdig.

B’Elanna ist ein Charakter, den ich nicht sonderlich mochte und auf den ich gut und gerne hätte verzichten können. Da kommt wohl wieder meine Nicht-Klingonen-Affinität an die Oberfläche ...  Nichts desto trotz ist sie ein wichtiges Mitglied der Crew, auf das man kaum hätte verzichten können.

Sie heiratet später Tom Paris, beide bekommen eine Tochter, diese wird auch in der letzten Folge "Endspiel" als Erwachsene gezeigt.

 

 

Kes, die Ocampa, die gemeinsam mit Neelix an Bord kommt, bleibt nur drei Staffeln, bis sie von Seven of Nine abgelöst wird. Allerdings ist es nur logisch, dass sie die Voyager verläßt, da das Volk der Ocampa nur eine sehr kurze Lebensdauer hat - sie werden höchstens neun Jahre alt. Tatsächlich erleben wir Kes in der Folge "Voller Wut" als alte Frau, die verbittert auf die Voyager zurückkommt.

Die Rolle war  bei den Fans nicht sehr beliebt, und manchmal fragt man sich, wozu sie eigentlich da war, wahrscheinlich war der Charakter als "exotisches Element" hereingeschrieben worden. Ich fand Kes nicht unsympathisch, höchstens ein wenig langweilig. Ihr Ausstieg war überraschend für die Story, für die Zuschauer wohl weniger, denn, wie gesagt, ihr Charakter war nicht beliebt.

 

 

Überraschend mag für einige sein, dass ich Seven of Nine auf den letzten Platz meiner Sympathiereihenfolge gesetzt habe, da sie unbestritten die beliebteste weibliche Figur der Serie ist. Das mag aber vielleicht auch an ihrer Anatomie liegen, zumindest was die männlichen Fans angeht ...

Seven of Nine ist eine als kleines Mädchen assimilierte Borg, deren Hauptimplantate entfernt wurden und die jetzt größtenteils – bis auf die noch sichtbaren Implantate und die Notwendigkeit, sich zu regenerien -  wieder menschlich ist. Seven of Nine bedient das Data-Element auf der Voyager, macht dies aber meiner Meinung nach nicht halb so gut wie der Android. Wo Data unschuldig und wissbegierig rüber kommt, wirkt Seven of Nine arrogant, besserwisserisch  und herablassend. Allerdings entwickelte sie sich schnell sowohl zum Liebling der Zuschauer als auch der Produzenten, selten wurde eine Figur so in den Mittelpunkt gerückt wie Seven of Nine.

 Vor allem ihre "Rückentwicklung" zum Mensch - also das Entdecken menschlicher Gefühle wie Liebe (für Chakotay), Mütterlichkeit
(für Icheb) und Freundschaft (für die Crew) - kommen immer wieder zur Sprache.  Die Folgen mit ihr sind meist sehr spannend, die Borg waren für die Serie ja sehr wichtig, wobei man es auch leicht übertrieb. Ein bisschen weniger Borg wäre sicher mehr gewesen.
Seven of Nine ist eine sehr wichtige Rolle, sie gab der Serie nach der dritten Staffel neuen Aufschwung.

 

 

Mit den Nebenfiguren geht es auf der nächsten Seite weiter ...

Home Zurück Seite 2 Seite 3 Seite 4 Fremde Völker ... Endspiel

Petra Nagel  ·  Feedback und Nachricht an mich   ·  Forum ·  Impressum · Datenschutz