Endspiel

01.10.18

26 Jahre später ...

Dass auch "Voyager" nicht mehr als sieben Staffeln haben würde, war abzusehen, es war bekannt, dass die letzte Folge entweder ein tragisches oder ein gutes Ende haben würde. Tragische Enden passen nicht wirklich zu Star Trek - obwohl: bei Deep Space Nine ereignete sich schon eine kleine Tragödie, und bei Enterprise starb die beliebteste Serienfigur in der letzten Folge ... Als die erste Szene der letzten Folge über den Bildschirm flimmerte, war klar: sie haben die Erde gefunden. Die Voyager über der geradezu unzerstörbaren Golden Gate Bridge in San Francisco, alles wird gut ... Alles?

Wir sehen eine weißhaarige Kathryn Janeway, mittlerweile Admiral, die sich eine Aufzeichnung der Rückkehr der Voyager ansieht, und erfahren, dass dies vor 10 Jahren war. 10 Jahre? Janeway war Mitte 40, als wir sie zuletzt sahen, konnte sie wirklich so gealtert sein?

 

 

Das Rätsel löst sich bald: die Voyager brauchte insgesamt 23 Jahre für die Heimkehr, obwohl sich diverse "Schnellstraßen" für das Schiff auftaten. 33 Jahre ist es also her, dass die Voyager in den Badlands verschwand. Und heute, am 10. Jahrestag der Heimkehr, feiern die Helden von damals und ihre Angehörigen: Kathrin Janeway, Harry Kim, Tom Paris, B'Elanna Torres, Reginald Barclay und der Doktor, der als einziger nicht gealtert ist und sich endlich einen Namen gegeben hat (Joe, wie originell!) und obendrein verheiratet ist.

Aber wo sind Tuvok, Chakotay und Seven of Nine? Nun, wo Tuvok ist, erfahren wir relativ schnell: er leidet an einer Geisteskrankheit, die im Deltaquadranten nicht behandelt werden konnte und die es nötig macht, dass er nun ständig unter ärztlicher Obhut ist. Als Janeway ihn besucht, wird klar, dass nicht alles gut verlaufen ist. Doch es kommt noch schlimmer...

 

 

Janeway verabschiedet sich von Tuvok und meint, der Doktor und Barclay würden ihn weiterhin besuchen, es ist offensichtlich, dass sie etwas vorhat. Vorher jedoch besucht sie noch Chakotay an seinem Grab. Chakotay starb wohl unmittelbar nach der Ankunft der Voyager auf der Erde, wenn man der Grabtafel glauben kann. Den Worten Janeways kann man entnehmen, dass die letzten Jahre "ohne sie" (es ist offensichtlich, dass Seven of Nine gemeint ist) sehr schwer für ihn gewesen sein müssen.

Janeway lässt sich am Abend noch vom Doktor untersuchen und bittet ihn um ein bestimmtes Medikament bzw. einen Wirkstoff, den er ihr sofort zusagt.

Der Plan von Janeway ist es, den Klingonen mit Hilfe und Vermittlung von Tom und B'Elannas Tochter ein Gerät abzukaufen, mit dem sie in die Vergangenheit reisen und somit diese ändern kann.

 

Währenddessen sehen wir die Voyager in der Vergangenheit: B'Elanna liegt in den Wehen, Chakotay bandelt mit Seven of Nine an und die Voyager entdeckt einen geheimnisvollen Nebel, in dem mehrere Wurmlöcher verborgen sind - und ein Borg-Kubus. Die Voyager beschließt zu verschwinden und den Nebel nicht weiter zu erkunden. - In der Zukunft verabschiedet sich Janeway von Harry Kim, der ihr die Mission ausreden will - doch er kennt Janeway zu gut: sie will Seven und Chakotay retten und Tuvok frühzeitig in den Alpha-Quadranten bringen, damit er behandelt wird und seine Krankheit nicht ausbricht.

 

 

Nach einigem Geplänkel und Verfolgungsjagden mit den Klingonen gelingt Admiral Janeway die Flucht in die Vergangenheit, und Captain Janeway ist schockiert, als ihr älteres Ich auf dem Bildschirm erscheint. Das Shuttle des Admirals dockt an, und sie kommt an Bord.

Besonders gerührt ist sie, als sie Seven of Nine begegnet und ihren alten Dienstraum wieder sieht. Als lächerlich empfand ich es jedoch, dass sich Janeway und Janeway wieder siezten. Nett jedoch, wie der nur noch Tee trinkende Admiral zu dem immer noch koffeinsüchtigen Captain sagt, als sie wieder mal einen Kaffee kostet: "Ich verstehe nicht, wie ich das jemals aufgeben konnte." Auch die Sätze "Schließlich war ich einmal Sie" und "Ich habe vergessen, wie selbstgerecht ich früher war", passten sehr gut, denn genau das war Janeway ja tatsächlich.

Der Admiral macht ihrem jüngeren Ich klar, dass der Borg-Nebel die große Chance für die Voyager ist. Er führt nach Hause. Doch zuvor müssen die Borg und insbesondere die Borgkönigin, überlistet werden.
 

 

Captain Janeway lässt sich überzeugen, und fortan arbeitet die Crew der Voyager mit dem Admiral an deren Plan.

Trotzdem ist jedem Zuschauer klar, dass der Admiral letzten Endes geopfert werden muss, beide Janeways können nicht zur Erde zurückkehren. Und so geschieht es. Admiral Janeway wird assimiliert und stirbt im Deltaquadranten, während Captain Janeway mit der Voyager durch den Borg-Nebel, in dem Tausende von Transwarp-Kanälen gebündelt sind, in den Alpha-Quadranten entschwindet - nachdem sie den Verteiler der die Kanäle bündelt, zerstört hat.

Admiral Janeway hat zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: sie hat ein Virus eingeschleust und somit dem Borg-Kollektiv erheblichen Schaden zugefügt.

 

 

Das Ende der Folge enttäuschte mich ein wenig, weil es ein wenig "hingerotzt" auf mich wirkte. Barclay und Admiral Paris erscheinen auf dem Schirm, die Voyager wird von etlichen Sternenflottenschiffen begrüßt - und Janeway sagt nur: "Wir sind da." Hier hätte ich mir mehr Freude und eine würdige Abschlussszene gewünscht!

Trotz allem dürften die Fans mit dem Ende zufrieden gewesen sein. Ihre Voyager war zu Hause - und es bleibt der Phantasie überlassen, was aus der Crew wurde, denn die Zukunft, in der Seven und Chakotay tot sind und Tuvok wahnsinnig wird, gibt es nicht mehr. Und wer weiß - vielleicht wird aus Janeway und Chakotay doch noch ein Paar ... :-)

 

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