Weltraum-Petra

29.05.11

Schaden am "R"

An die "Weltraum-Petra" hatte ich bis vor kurzem kaum Erinnerungen. Ein Thread in den tvforen ließ die Erinnerung aufleben. Heute las ich, dass Petra bereits 1968 zu sehen war! Kaum zu glauben, ich dachte, es wäre irgendwann in der zweiten Hälfte der 70er gewesen.
Bei meinem Vornamen ist es irgendwie ja Pflicht, dass auch die Weltraum-Petra hier zu Ehren kommt! Es ist übrigens lustig zu sehen, wie man spielerisch versuchte, bei Kindern das Interesse an Zahlen und Buchstaben zu wecken...

 
 

Heft Nr. 126 aus dem Spectrum-Verlag, erschienen 1972, erzählt von Rudolf Schwarz,
Produziert von der Raymond Postulath-Filmproduktion -
Copyright liegt beim Spectrum-Verlag!

 
 

 

An Wochenenden ist im Weltraum immer viel los. Ganz schlimm war es aber an jenem Tag, als in Europa, auf dem Zahlenstern, dem Buchstabenplaneten und einigen kleinen Satelliten gleichzeitig die großen Schulferien begannen.

Die Europäer flogen zum Camping auf die Satelliten, die Zahlen wollten nach Europa und die Buchstaben wollten auf den Zahlenstern. Es war ein richtiges Durcheinander.

 


 

 


 

 

Auch Petra und Onkel Oti waren an diesem Wochenende unterwegs. Sie wollten, wie gewöhnlich, auf ihren Wohnstern. Onkel Oti hatte dem Computer die Steuerung der Rakete überlassen, der das mit links machte. Steuern war für ihn kein Problem.

Er konnte sogar noch nebenbei mit Petra das "Gegenteil-Spiel" spielen. Sagte der Petra "viel" ratterte der Computer "wenig", ratterte er "glatt", sagte Petra "rauh". Und auf "leer" antwortete er "voll". Plötzlich rief Petra: "Zwölf!" Der Computer ließ seine Lämpchen leuchten, seine Elektronik arbeitete fieberhaft. Aber zu "Zwölf" wollte ihm das Gegenteil nicht einfallen. - Und weil er so angestrengt nachdachte, vergaß er ganz, auf den Verkehr zu achten.

Rumms! Die Rakete stieß gegen ein vorfahrtberechtigtes R.

 

"Wir haben etwas gerammt!" rief Petra. Der Computer ließ alle seine roten Lämpchen leuchten - so sehr schämte er sich. Onkel Oti schimpfte: "Wie konnte das nur passieren!"

 

 

"Entschuldige, liebes P", bat Onkel Oti. "Ich bin kein P", schimpfte der Buchstabe und schlenkerte dabei mit seinem angebrochenem schiefen Bein hin und her, damit jeder sehen konnte, was er wirklich für ein Buchstabe war.
"Oh, das ist mir aber peinlich", begann Onkel Oti erneut.
"Wir sind schuld, das ist klar. Du hattest die Vorfahrt. Soll ich die Polizei rufen?" Doch das R brummte: "Bringt mich lieber zu einer Raumrettungsstation." - Petra und Onkel Oti brachten das R zur nächsten Rettungsstation.

 

 

Eine halbe Stunde später durften Petra und Onkel Oti den angebrochenen Buchstaben besuchen. "Unser Computer ist ganz geknickt", erzählte Petra. "Er soll sich lieber bessern und das nächste Mal mehr aufpassen", meinte das R.
"Mein geknicktes Bein wird sicher bald wieder fest sein - hoffe ich."

Hm, aus sicherer Quelle weiß ich - die Namenskollegin der Weltraum-Petra - dass das R sich gut erholt hat ;-)

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