Hat Cäsar eine Frau?
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Was ich schon immer wissen wollte – gibt es nur einen Cäsar? Haben Sie Cäsar aus dem Münchner Stadtmuseum erst abgeholt und sind dann mit ihm nach Essen – oder gibt es mehrere Cäsars? Hat Cäsar ein paar Brüder? Es gibt den Original-Cäsar, der im Münchner Stadtmuseum steht, und einen zweiten Original-Cäsar, mit dem ich seit 1973 spiele. Der wohnt nach wie vor bei mir zu Hause. Außerdem gibt es noch einen ganz neuen, heutigen Cäsar, den mir der Puppenbauer Michael Hepe-Benecke gebaut hat. Dieser neue Cäsar würde gern einen kleinen Mehrteiler für Erwachsene moderieren, der sich in einigen Folgen mit der Zeit und der Pop-Musik von 1968 bis 1972 beschäftigt. Ein solches Konzept existiert bereits in meinem Kopf, und sollte irgend ein Sender auf diese Idee kommen...
Links: Ein wenig fremd sieht er ja aus, der neue Cäsar, oder...? |
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Was sagen Sie zum heutigen Kinderfernsehen? Was ist nach Ihrer Meinung pädagogisch wertvoll, was geht gar nicht? Das heutige Kinderprogramm unterscheidet sich nur äußerlich von dem Kinderprogramm meiner Anfangszeit. Die Sprache Fernsehen wird ganz selbstverständlich schneller gesprochen, da sie beherrscht wird (die Menge der einzelnen Einstellungen, der raschere Schnitt). Die heutigen Kinder sind sozusagen Muttersprachler, sie werden mit dieser elektronischen Sprache groß. Das hat wie alles Vor- und Nachteile. Inhaltlich ist es heute so wie früher: Es gibt gute und schlechte Programme. Nur durch die Vielzahl der Angebote ist es noch wichtiger, dass wir unseren Kindern das Auswählen vorleben, also selbst nicht beliebig fernsehen. Denn das, was sich nicht geändert hat, ist, dass sich kleine Kinder zunächst an uns orientieren. Wir müssen Vorbild sein, das Verhalten vorleben, dass wir uns von unseren Kindern wünschen. Wenn wir selbst wahllos sehen....warum sollen sich unsere Kinder dann anders verhalten? Mal abgesehen vom Kinderfernsehen – was gefällt Ihnen am Fernsehen heute? Sehen Sie fern? Was sehen Ihre Enkel? Natürlich sehe ich fern, privat: Nachrichten bei ganz verschiedenen Sendern, manche Dokumentationen, wenige Talk-Sendungen, gerne gute Krimis und leidenschaftlich gern Kabarettisten und kluge Comedians; beruflich: nach wie vor Kindersendungen aller Couleur. Meine Enkel in Hamburg orientieren sich mit ihrem Fernsehkonsum an ihren Eltern, die Enkel in den USA haben in ihrem Haus überhaupt keinen Fernseher. Sie sehen Filme, ausgesuchte DVDs, usw. - also ein ganz ideales Fernsehverhalten. Getreu nach dem Motto unserer Tochter: "Mein Papi macht Fernsehen, das reicht. Da muss ich mir nicht alles angucken!" Das sagte sie, als sie 10 Jahre alt war und sich eine Mitschülerin wunderte, dass sie eine bestimmte Sendung nicht gesehen hätte. Sie hat einen Amerikaner geheiratet und lebt jetzt mit ihm und ihren drei Kindern in Texas in einem fernsehfreien Haus. Wie hat das Fernsehen sich im Laufe der Zeit eigentlich verändert? Kann man das kurz und knapp zusammenfassen – aus der Sicht von jemandem, der 40 Jahre selbst Fernsehen gemacht hat? Ist das Privatfernsehen wirklich schuld am Niveauverfall? Oder sind wir selbst schuld? Wie sich das Fernsehen verändert hat, dass habe ich zum Teil schon in der vorletzten Frage beantwortet, die "Fernsehsprache" ist inzwischen "Umgangssprache" geworden. Als dann die kommerziellen Sender aufkamen, orientierten Sie sich zunächst stärker an dem Geschmack der Mehrheit der Bevölkerung, da sie sich ausschließlich durch Werbeeinnahmen finanzieren. Das hat zu einem Unterhaltungsangebot geführt, das nicht jedermanns Geschmack war. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wollten daraufhin mit den Einschaltquoten im Unterhaltungsbereich mithalten. Damit ihnen nicht von der Politik vorgeworfen wird, dass sie Gebühren bekommen und nur für eine Minderheit Programm machen. Das führte zu einer stärkeren Anpassung auch des ersten und zweiten Programms an den Mehrheitsgeschmack. Da die Öffentlich-rechtlichen einerseits die dritten Programme haben, andererseits an 'Arte' und '3Sat' beteiligt sind, und heute im digitalen Bereich noch mehrere spezielle Kanäle anbieten können, finden Sie öffentlich-rechtlich die gesamte Bandbreite an möglichem Programm. Von erstklassigen Nachrichten und Berichten eigener Korrespondenten aus der ganzen Welt, über viele preisgekrönten Dokumentationen, Mehrteilern und Fernsehfilme bis zu ganz unterschiedlichen Talksendungen und Unterhaltungssendungen an denen Mehrheiten Freude haben. Das Kinderprogramm findet bei den öffentlich-rechtlichen Sendern in den wesentlichen Teilen im KI.KA statt. Und das ist auch gut so, da wissen Eltern und Kinder verlässlich, was sie wann sehen können. Doch auch die Angebote der privaten Sender haben sich fortentwickelt und leisten in den Sparten Nachrichten, Talk und Fernsehspiel und –filme sehr Beachtliches. Es finden sich inzwischen auch sehr viele erstklassige Kinderprogramme bei den privaten Sendern, wenn es sich dabei auch meistens um synchronisierte, ausländische Serien handelt. |
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Vielen Dank an Wolfgang Buresch für das sehr informative und nette Interview - aber ohne eine Frage an Cäsar wollte ich das doch nicht beenden, also: Macht dir das eigentlich Spaß, in der Vitrine mit deinen Freunden im Stadtmuseum rumzuhängen? Das muss doch langweilig sein – keine Lust mehr auf was Neues? – Äh, wie alt bist du eigentlich, Cäsar? Wie viel Hasenjahre sind ein Menschenjahr? Und warum hast du eigentlich nie geheiratet? Oder gibt es etwas, das wir nicht wissen? Hehehehehe! Neugierig bist Du wohl gar nicht, was? Wir, in der Vitrine im Stadtmuseum, haben viel zu kichern. Diese Besucher! Du glaubst es ja nicht! Was sie alles erzählen! Sie denken immer, wir hören sie nicht. Dabei sagen wir nur nichts. Du weißt ja, wer zuletzt lacht..... Mit meinem Alter da habe ich’s gut. Ich altere überhaupt nicht, nur mein Material, aus dem ich gemacht bin. An dem nagt der Zahn der Zeit.... Aber dafür werde ich hin und wieder "neu geboren" (siehe z. B. das Foto von mir in meiner neuesten Gestalt). Und wie das mit den weiblichen Häsinnen ist, das erzähle ich Dir, wenn Du das nächste Mal im Stadtmuseum bist und Dein Ohr ganz dicht an die Vitrine legst. Bitteschöööööön! |
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