Am Fuß der Blauen Berge

20.12.13

Die Lieblings-Westernserie von Pete

Am Fuß der Blauen Berge (Originaltitel: "Laramie") war und ist für mich eine der besten Westernserien aller Zeiten, bleibt aber wohl meine erklärte Lieblings-Westernserie und hat meine Fernsehkindheit nachhaltig geprägt. Am 27.12.1959 (da war ich gerade ein halbes Jahr alt) wurde die erste Folge dieser grandiosen Serie unter dem Titel "Ein Film aus dem Wilden Westen" in der ARD ausgestrahlt. Es war gleichzeitig die erste Westernserie, die ihren Weg auf deutsche Bildschirme fand. Da ich da noch nicht fernsehen konnte (wir hatten noch keinen TV und begriffen hätt' ich es eh' nicht), musste ich bis zur Wiederholung der Serie im Jahre 1965 und 1970 warten, um endlich am Sonntag Nachmittag nach dem Familien-Spaziergang und nach "Maverick" die Abenteuer meines Lieblings-Westernhelden Jess Harper in Laramie zu verfolgen.

Aber zur Serie: Erzählt werden die Abenteuer von Slim Sherman, der nach dem Tode der Eltern zusammen mit seinem kleinen Bruder Andy eine Postkutschen- und Pferdewechselstation außerhalb von Laramie, am Fuß der Rocky Mountains in Wyoming, betreibt.

 

 

 

Ihnen zur Seite steht das bärbeißige Faktotum Jonesy, der so gut wie nie auf seinen verbeulten Bowlerhut und seine Schürze verzichtet. Dieser Drei-Personen-Haushalt war die erste Familien-Westernserie der USA und eine der ersten Westernserien, die vom Halbstunden- zum Stundenformat übergingen. Aber schon in der ersten Episode wird das Familienidyll erweitert und auch erheblich getrübt, denn Slim Sherman kreuzt den Weg des Satteltramps Jess Harper, eines ehemals gefürchteten Revolvermannes. Harper ist des Umherziehens müde und erhält (nachdem er den Shermans im Kampf gegen zwielichtige Banditen beisteht) die Chance, Slim Shermans Partner auf der Wechselstation zu werden.

 Fortan bestehen die beiden Haudegen ihre Abenteuer Seite an Seite und schreiben damit auch wieder Fernsehgeschichte, denn das gab es bisher auch noch nicht, dass zwei gleichberechtigte Helden Abenteuer in einer Serie bestehen. 

 

 

Jess Harper und Slim Sherman (Robert Fuller und John Smith)

 

Bemerkenswert allerdings ist, dass die erste Hälfte der Serie in schwarzweiß produziert wurde, bei der zweiten Hälfte hatte man dann gegen die immer stärker werdende Konkurrenz von Bonanza anzukämpfen und produzierte in Farbe. Auffallend hingegen ist, dass "Am Fuß der Blauen Berge" den teilweise an den Haaren beigezogenen Humor von Bonanza & Co. entbehrte. In und um Laramie krachten die Schießeisen und klatschten die Faustschläge, dass es eine wahre Freude war. Jede Folge war spannend und actionreich erzählt, und vor allem, wenn Jess Harper zum tiefgeschnallten Colt griff, bekam ich leuchtende Augen. Er war und ist mein erster und liebster Westernserienheld, und kein anderer hätte ihn besser verkörpern können als Robert Fuller. Er eroberte die Herzen der weiblichen deutschen Laramie-Fans im Sturm und durfte sogar in einem Heimatfilm mitspielen, nahm Schallplatten auf Deutsch auf, und erhielt seinen lebensgroßen Starschnitt in der BRAVO. 

Seit "Am Fuß der Blauen Berge" ist Robert Fuller aus der amerikanischen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Eine seiner letzten Rollen hatte er in der erfolgreichen Action-Serie "Walker, Texas Ranger", allerdings musste er dort einen heroischen Filmtod sterben. Privat war Bob Fuller eng mit Doug "Trampas" McClure befreundet und ist seit dessen Tod auch noch mit der Witwe und den Töchtern befreundet. 

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