Big Valley

15.12.12

von Pete, einem der größten Westernexperten, den ich kenne

Ich freue mich, auch über eine meiner Lieblings-Westernserien schreiben zu können. Nachdem man "Bonanza" und "Die Leute von der Shiloh Ranch" als sonntagabendliche Westernunterhaltung gewöhnt war, begleitete man schließlich die Familie Barkley über die ausgedehnten Weiden ihres kalifornischen Anwesens des 19. Jahrhunderts.

Einmal mehr kam damit eine ansprechende "Familien" - Westernserie auf deutsche Bildschirme, die zudem nun wirklich auch ein weibliches Familienoberhaupt hatte. Victoria Barkley, souverän gespielt von der großen Hollywood-Schauspielerin Barbara Stanwyck, war der ruhende Pol im Hause Barkley. Ihr Mann, Tom Barkley, war verstorben und ließ sie mit ihren vier Kindern allein.

Nun sind sie erwachsen und unterschiedlicher, wie Geschwister nicht sein können. Der älteste Sohn, Rechtsanwalt Jarrod Barkley (gespielt von Richard Long, der in Krimiserien wie "77 Sunset Strip" schon einschlägige Erfahrungen mit kriminellen Elementen gemacht hatte) übernahm die Vaterrolle und betrieb neben der riesigen Ranch der Barkleys auch eine gut gehende Anwaltskanzlei in Stockton, Kalifornien.

 

Heißsporn Nick Barkley (Peter Breck, der 1959 als Revolveranwalt "Clay Culhane" in der Serie "The Black Saddle" debütierte und in Deutschland unter dem Titel "Von Cowboys, Sheriffs und Banditen" seine Abenteuer erleben durfte) trug den 45er ziemlich tief geschnallt, schonte seine Hände ständig mit schwarzen Arbeitshandschuhen, hatte eine ziemlich große Klappe und war ständig ziemlich aufbrausend.

Die Jüngste im Bunde war Audra Barkley, gespielt von Linda Evans (die wir später im Denver Clan wieder sahen). Sie war das blonde Prinzesschen, das öfters mal entführt wird oder auch in ziemliche Schwierigkeiten gerät und von ihren Brüdern rausgehauen werden muss.

 

Gemeinsam bewirtschaften sie ein riesiges Anwesen im San Joaquin Valley (daher der Titel der Serie) in Kalifornien. Die Geschichten waren überwiegend spannend, der Humor hielt sich in Grenzen und für eine Serie, die zu einer der letzten produzierten Westernserien überhaupt zählt, war Big Valley überraschend qualitativ hochwertig. Es ging um allerhand spannende Begebenheiten mit Banditen, Minenarbeitern, Mexikanern und zwielichtigem Gesindel, doch damit nicht genug. Denn gleich in der ersten Folge begegnen sich zwei Helden wie einstmals Robin Hood und Little John, nämlich in der Mitte eines Baches, der das Valley durchzieht. Der eine ist Nick Barkley, und der andere nennt sich Heath.

Heath ist ein Drifter, ein einsamer, wortkarger Wolf, der das Anwesen der Barkleys aufsucht und fortan das heile Familienleben durcheinander bringt - denn er ist der uneheliche Sohn von Tom Barkley, Victorias verstorbenem Ehemann, und damit der Halbbruder der Barkley-Geschwister.

Zunächst als potenzieller Erbschleicher beschimpft, findet er doch seinen Platz am Barkleyschen Essenstisch und im Barkleyschen Nobel-Anwesen, und damit ist die Familie um einen wackeren Streiter reicher.

Gespielt wird Heath von Lee Majors, der in dieser Rolle sein Debüt gab, und den sie zu großem Ruhm katapultierte. Er hatte zu der Zeit, als er für die Rolle des Heath vorsprach, lediglich sechs Monate Schauspielschule absolviert und legte eine beachtliche Leistung hin. Danach war er in so populären Serien wie "Der Sechs-Millionen-Dollar Mann" zu sehen, spielte neben Charlton Heston in dem beachtenswerten Spätwestern "Will Penny" und heiratete "Charlies Engel" Farah Fawcett. In Deutschland und USA erlebte Lee Majors dann einen späten Ruhm mit FALL GUY -
EIN COLT FÜR ALLE FÄLLE.

 Eine Dia-Show - erstellt aus einem alten Quartett mit Original-Texten daraus - habe ich dank Petes Hilfe erstellen können. Vielen Dank!

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