Die ARD kaufte für das damalige Vorabendprogramm  insgesamt 11 Folgen (10 Folgen der Serie und den Pilotfilm), die dann von Juni bis September 1978 erstmals ausgestrahlt wurden. Dabei wurde der Pilotfilm für die deutsche Fassung um 21 Minuten, auf eine Laufzeit von ca. 49 Minuten, gekürzt und gewissermaßen als erste von 11 Folgen in die Serie integriert gezeigt. Durch diese Kürzung hatte dieser Pilotfilm eigentlich bis zum heutigen Tag (zumindest für alle deutschsprachigen Fans und Fernsehzuschauer) den Nachteil, das dieser uns das wesentlich dramatischere Finale seiner Originalfassung, vorenthalten hat.

Doch dank der seit April 2013 erhältlichen deutschsprachigen Veröffentlichung des "Unsichtbaren" als DVD bzw. Blu-ray, können nun auch alle seine deutschsprachigen Fans dieses Finale miterleben. Wenn freilich auch nur in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln, da für die damals eingekürzten 21 Minuten leider (noch) keine deutschsprachige Synchronisation existiert.

 

Erwähnenswert ist auch der Umstand, das die deutsche Synchronisation aus dem im Pilotfilm von Jackie Cooper dargestellten Walter Carlson, plötzlich einen Will Anderson gemacht hat, während der in der Serie von Craig Stevens dargestellte Walter Carlson, seinen Namen auch in der deutschen Fassung behalten durfte. Diesbezüglich besonders amüsant finde ich persönlich immer wieder jene Szene des Pilotfilms, in der Will Anderson mit seinem unsichtbaren Kugelschreiber plötzlich nun als Walter Carlson, die von Daniel Westin vorgelegten Arbeitsberichte unterschreibt.

 

Die US-amerikanischen Originalfolgen 6 (Barnard Wants Out) und 12 (Power Play) wurden bis dato noch nie im deutschen Fernsehen gezeigt. Um so erfreulicher ist deshalb aus meiner Sicht die Tatsache zu bewerten, dass diese beiden Folgen jetzt ebenfalls, innerhalb der bereits erwähnten Veröffentlichung der Serie als DVD und Blu-ray, endlich auch für deutsche Zuschauer zugänglich gemacht werden konnten. Und das sogar jede mit einer komplett neuen deutschen Synchronisation. Natürlich sind hier nun leider nicht mehr die Stimmen der deutschen Originalsynchronisation zu hören, die einst bei der Deutschen Synchron KG von Karlheinz Brunnemann entstanden ist.

Eine Tatsache allerdings, die bezüglich der Neusynchronisation für mich am allermeisten gewöhnungsbedürftig ist, ist nicht so sehr der Umstand, dass Daniel, Kate und Walter nun mit neuen deutschen Stimmen sprechen, sondern eher, dass sich die drei nun plötzlich gegenseitig mit "Sie" anreden, während sie in allen anderen Folgen per "Du" sind.

 

In den 80er Jahren sicherte sich RTL Plus die Ausstrahlungsrechte,  die Serie war daraufhin im Januar und Februar 1986 zu sehen. Weitere Wiederholungen der 11 in deutsch synchronisierten Folgen gab es von Januar bis Februar 1988, von Januar bis März 1989 und von April bis Juni 1990 im damaligen RTL Plus Programm.

In den späten 90er Jahren kam "Der Unsichtbare" zu Premiere World, dem Vorläufer des heutigen Programmanbieters Sky im digitalen Pay-TV. Dort lief die Serie ab Januar 2001 zunächst mit mehrfachen Wiederholungen beim Spartenkanal "13th Street" bis Januar 2003. Anschließend wechselte "Der Unsichtbare" im September 2003 zum Spartenkanal SciFi, wo er bis zu seiner bisher letztmaligen Ausstrahlung, am 27.02.2005, jeweils am Samstagabend um 18.50 Uhr zu sehen war.

 

Meine persönliche absolute Lieblingsfolge ist die Episode mit dem Titel "Klimpergeld" (Pin Money). Diese Folge wurde mit Witz, Humor und Situationskomik, äußerst unterhaltsam in Szene gesetzt.

Es geht darin um Walter Carlsons Tante, die Bankangestellte Margaret Carlson aus dem kleinen unscheinbaren Örtchen Harperville, die eine verhängnisvolle Leidenschaft hat: das Pokerspiel. Um bei den Pokerrunden mithalten zu können, hat sie sich schon erkleckliche Summen "ausgeliehen". Da aber nun ein gewisser Arnold, der einen brandneuen Computer in der Bank von Harperville installiert, dem lieben Tantchen auf die Schliche gekommen ist und diese rücksichtslos erpresst, will Daniel seine Unsichtbarkeit dafür nutzen, das Geld unbemerkt zurück zu geben. Tante Margaret, Dan und Kate fassen also den Plan in die Bank einzubrechen, um auf diese Art die vielen von Tante Margaret zu Hause "eingelagerten" und "geborgten" Scheinchen, wieder in den Tresor zurück zu bringen.

 

 

Dan besorgt sich extra dafür eine "Frankenstein"-Maske. Denn schließlich will er ja nicht erkannt werden. Dumm nur, dass zum gleichen Zeitpunkt zwei Ganoven die Bank ebenfalls überfallen wollen. Nur haben diese beiden Bankräuber natürlich keineswegs die Absicht, Geld in die Bank hinein zu schaffen, sondern wohl eher das ganze Gegenteil im Sinn. Und um den ganzen die Krone aufzusetzen haben sich die beiden ausgerechnet haargenau die gleiche "Frankenstein"-Maske wie Daniel ausgesucht ...

Dass viele Außenaufnahmen zu dieser Serie damals auch auf dem Studiogelände der "Universal-Film", genannt "Universal-City", entstanden sind, wird dem geneigten Betrachter besonders im Vergleich der Folgen "Rotes Licht wird teuer" und "Klimpergeld" ins Auge fallen. Denn die Kulissen der Kleinstadt Docker Junction aus "Rotes Licht wird teuer", haben schon eine allzu verblüffende Ähnlichkeit mit dem kleinen  Örtchen Harperville aus "Klimpergeld".

 

 

Für mich ist und bleibt "Der Unsichtbare" auch deshalb so sehenswert und interessant, weil er aus einer Zeit stammt, als computergestützte Special-Effects noch völlig unbekannt waren. Diese Serie versteht es einfach genau und gerade auf Grund der Einfachheit der verwendeten filmischen Tricks, mich heute noch genauso zu faszinieren wie bei ihrer Erstausstrahlung vor 35 Jahren.

Hier enden Lutz' Erinnerungen an den "Unsichtbaren". Wer jetzt Lust bekommen hat, die Serie (wieder-) zu sehen, kann sich direkt über diese Seite die Box in einer herausragenden Bildqualität bei Amazon bestellen, natürlich ist die Box auch bei anderen Händlern zu beziehen, z. B. bei :

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