Die geheimnisvolle Insel

Dann eskaliert alles. Drei der Gestrandeten finden einen Schiffbrüchigen (Gabriele Tinti) auf der Nachbarinsel, geraten in einen Sturm und werden durch ein plötzlich aufleuchtendes Feuer gerettet. Wer hat es im richtigen Moment angezündet? Ihre Kameraden können es nicht gewesen sein, die waren damit beschäftigt, den Lichtpunkten den Garaus zu machen.  

Auch der Lebensretter gerät diesmal in Bedrängnis und muss gerettet werden. Er möchte sich nicht zu erkennen geben und wagt den Sprung in einen unterirdischen Fluss.  

Kurz darauf  taucht ein Schiff auf und die Inselbewohner freuen sich auf ihre baldige "Erlösung". Damit iss wohl nix. Es handelt sich um ein Piratenschiff und die schießen sofort. Es wird mehr geschossen als in einem Western, in der Erde rumort es und der Vulkan fängt zu brodeln an. Da bricht Harbert auf, um Hilfe zu holen …



Gabriele Tinti als Ayrton

 

Die letzte Folge fiel mit dem Maskenball an Faschingssonntag zusammen. Als kleiner Faasebóóze kam ich etwas in die Bredouille, habe mich dann aber für die "Kostümierungen" des rätselhaften Retters entschieden.

Fataler Irrtum: Salve für ein Piratenschiff

 

Die Männer suchen Harbert, finden ihn auch, kommen so auf das U-Boot Nautilus und machen die Bekanntschaft mit Kapitän Nemo, ihrem diesmal schwarz gekleideten Lebensretter und Gönner. Schwarz passt! Der Kapitän erweist ihnen einen letzten Dienst, verliert dadurch sein Leben und als er die Gestrandeten in Sicherheit weiß, geht er mit der geheimnisvollen Insel unter.  So ein trauriges Ende, aber daran musste ich mich bei Filmen mit Omar Sharif im Laufe der Zeit gewöhnen …

 

 

Jahre sollte es dauern, bis ich einige der Drehorte persönlich kennen lernen konnte. Es war ein ergreifendes Erlebnis für mich, das alles mit eigenen Augen zu sehen.

Als ich wegen einer Unachtsamkeit beinahe in den unterirdischen See geplumpst bin, nahte kein blendend aussehender Retter und in den Feuerbergen gab es sogar einen "Anpfiff", weil ich mich zu weit ins Naturschutzgebiet vorgewagt habe. Aber es gab auch ein Lächeln verbunden mit einem Tipp, wie ich auf legale Weise in einem Krater herumklettern durfte … 

Der Regisseur - eine beeindruckende Persönlichkeit – kam im Mai 1993 in meine Heimatstadt zu Besuch. Viele Filme kamen zur Sprache, aber leider nicht mein Lieblingsfilm ...

Wiederum viele Jahre später sollte es für mich in Las Palmas de Gran Canaria eine ganz besondere Überraschung geben.

 

Es war weder ein "Date" noch ein persönliches Treffen, es war auch keine "heimliche Begegnung der dritten Art" während der Karnevalszeit. Mit viel, viel Glück und genauso viel Wohlwollen von offizieller Seite durfte ich als "Zaungast" bei einem Fotoshooting und anschließender Pressekonferenz sowie der Abnahme seiner Abdrücke mit zugegen sein. Wenn man bedenkt, was kurz zuvor am 11. März 2004 Schreckliches in Madrid passiert war, dann erscheint mir sein Besuch und meine Anwesenheit dabei immer noch wie ein Wunder.  

Als ich Omar "live" gesehen habe, als er so die Treppe herunterkam, das war ein so magischer Moment, dass es mir glatt die Sprache verschlug. Ich brachte nur noch ein hysterisches Quietschen zustande. Und dann dieser Blick aus nachtdunklen Augen – der ging immer noch durch und durch … 

"Don Omar" (eine spanische respektvolle Anrede)  mag es nicht besonders, wenn er primär mit "Doktor Schiwago" in Verbindung gebracht wird. Er hätte im Leben mehr Rollen gespielt als nur den russischen Arzt und Poeten. Was hierzulande kaum bekannt sein dürfte ist, dass der Darsteller des Ingenieurs Cyrus Smith (Gérard Tichy) ebenfalls in "Doktor Schiwago" zu sehen war. 

"Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen schon Wirklichkeit sein", so heißt es in einer anderen bekannten Serie. Dies war mein persönliches Märchen, der wohl aufregendste Tag meines Lebens. Für die Interessierten unter Euch und falls Ihr mal in der Gegend seid: vorm Auditorium Alfredo Kraus in Las Palmas sind die Abdrücke von Omars Händen auf einem kanarischen "Walk of fame" verewigt …

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