
24.08.09
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"If you're going to San Francisco... be sure wear some flowers in your hair..." Wer kennt sie nicht, die sentimentale Hymne von Scott McKenzie, gerichtet an alle Blumenkinder der Welt, die sich im San Francisco der 70er Jahre trafen - oder gerne getroffen hätten. San Francisco war für viele einfach die "Endstation Sehnsucht". Die 70er... San Francisco war kein Drogensumpf, es war einfach eine sorgenlose, hippe Stadt mit friedlichen Blumenkindern, die bis zum letzten Joint alles miteinander teilten... Es war eine Zeit voller Hoffnung und Lebensfreude. In den USA war Nixon noch Präsident, in Deutschland hieß der Bundeskanzler noch Brandt. Die Modefarbe schlechthin war Orange, und der Schlag der Jeans einfach megaweit (zumindest das haben wir ja jetzt wieder, ich finde Schlaghosen einfach schrecklich - das einzige, was in den 70ern wirklich schrecklich war). |
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Über eine Stadt wie San Francisco machte man sich in Deutschland nicht allzuviele Gedanken - es war so weit weg. Gut, von den Blumenkindern, den Hippies (bei uns zu Hause waren Langhaarige immer "Beatles" - fragt mich nicht warum, eigentlich waren das doch Pilzköpfe) hatte man schon gehört, und auch von der bekannten Brücke im unverwechselbaren Orange, der Golden Gate Bridge - aber sonst? Das änderte sich schlagartig, als im ZDF die Serie "Die Strassen von San Francisco" ausgestrahlt wurde. Und wer sorgte da für Recht und Ordnung? Mike Stone und Steve Heller heißen die beiden Polizisten, trotz aller Ungleichheit eine Einheit, weil eben die Chemie stimmte zwischen Karl Malden und dem jungen Michael Douglas, der in der Rolle eigentlich den Namen "Steve Keller" trug - da es in Deutschland jedoch schon einen Kommissar Keller gab, entschied man sich für die Namensänderung. |
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Karl "Knollennase" Malden spielte den verwitweten Lieutenant, der seit 23 Jahren beim Police Department arbeitet und den die Arbeit dort sowohl weise als auch zynisch gemacht hat. Als jugendlichen Held stellte man ihm Michael Douglas zur Seite, der hauptsächlich durch seinen berühmten Vater Kirk bekannt war. Das sollte sich mit dieser Serie ändern. Michael Douglas wurde durch diese Serie zum Star und weltbekannt. Die Bravos überschlugen sich mit Berichten über den Jungstar. Wer hätte damals gedacht, wie bekannt Michael Douglas wirklich einmal werden würde - schon lange hat er seinen Vater diesbezüglich überholt. |
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Doch zurück zur Serie: Es war eine typische
Krimiserie der damaligen Zeit: es wurde viel geschossen und gestorben, aber die
Serie verzichtete auf Effekthascherei mit blutigen Leichenteilen. Der Humor kam
auch nicht zu kurz - wenn er auch nicht so offensichtlich war wie bei "Die Zwei"
oder "Starsky und Hutch", die ebenfalls zu dieser Zeit etwa liefen (wobei man
bei diesen Serien den Humor auch der Synchronisation zuschreiben muss).
Die Serie lief insgesamt fünf Jahre. Eine durchgehende Rolle hatte immer Karl Malden. Er, der vorher schon ein bekannter Schauspieler war, wurde durch seinen "Mike Stone" wohl noch bekannter. Er war unerbittlicher Gegner für alle Gangster, besorgter Vater einer erwachsenen Tochter (Darleen Carr spielte in einigen Folgen mit) und verständnisvoller, väterlicher Freund und Berater für seine jeweiligen Partner. Mitunter war sein Humor etwas gewöhnungsbedürftig - aber darüber konnte man schon hinwegsehen... |
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Michael
Douglas war der erste
Partner von Mike Stone. Und - wie bereits erwähnt - obwohl die beiden völlig
unterschiedlich angelegt sind (Mike Stone ist der Praktiker, der Erfahrene,
Steve Heller der Absolvent der Polizeiakademie, jung und sehr motiviert), sind
sie die ideale Kombination, die beim Publikum in den USA und auch bei uns sehr
gut ankam. |
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© aller Bilder: Paramount |
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