Die Zwei

06.04.12

Wenn es eine Serie gibt, die Synchronmaßstäbe gesetzt hat, dann wohl "Die Zwei". Obwohl sich da die Geister scheiden! Ich kenne viele Fans der Serie, die auf das Original schwören, und die Synchronisation von Rainer Brandt praktisch als "Verbrechen" ansehen. Das ist natürlich Quatsch. Eine Verfälschung ist eine Synchronisation allerdings immer, das kann man nicht leugnen. Aber ebenso wenig kann man leugnen, dass ausgerechnet diese Serie wegen ihrer flapsigen Sprüche und witzigen Dialoge bei uns zu einem großen Erfolg wurde.

Ich kann mich sehr gut an die Zeit erinnern, als die Serie erstmals bei uns lief - ich glaube, es war am Mittwoch nach 21.00 Uhr im ZDF. Die Serie war das Schulgespräch bei uns, und ich - konnte nicht mitreden. Denn ich durfte diese Serie, aus welchen Gründen auch immer, nicht ansehen. Dabei musste die doch supertoll sein! Und Martin, mein damaliger großer Schwarm, kannte alle coolen Sprüche aus dieser Serie.

Aber wer waren "Die Zwei"? Da gab es erst einmal einen vornehmen britischen Lord namens Brett Sinclair (Roger Moore), reich geboren und dazu auch noch geschäftlich sehr erfolgreich. Der zweite ist ein nicht minder reicher amerikanischer Playboy, der jedoch alles andere als vornehm ist. Trotzdem ergänzen sich die beiden prima und klären im Auftrag eines alten Richters Verbrechen auf.

Obwohl die Serie bei uns (wegen der Synchro?) sehr erfolgreich war, floppte sie in den USA und in England, weshalb es wohl auch nur 24 Folgen gab. Bei uns war - wie bereits oben erwähnt - die Serie aber ein gigantischer Erfolg. Noch heute gelten die "Persuaders" als Kultserie der 70er. Mit Tony Curtis, dem großen Hollywood-Star und dem noch-nicht-James-Bond Roger Moore war sie auch absolut top-besetzt. Die Serie wäre beinahe allerdings gar nicht zustande gekommen - zumindest nicht in der Besetzung Moore/Curtis, denn damals war Roger Moore schon als dritter Bond-Darsteller im Gespräch.

 

Sean Connery war als James Bond abgetreten, sein Nachfolger war der blasse George Lazenby. Connery hatte damals ziemlich deutlich verlautbaren lassen, er wollte nie wieder die Rolle des britischen Geheimagenten spielen. Doch nachdem George Lazenby so gar nicht beim Kinopublikum ankam und die Produzenten ihn ebenfalls nicht mochten, ging man wieder auf die Suche. Und kam auf Roger Moore! Jedoch - getreu nach dem Motto "Never say never again" - auch Sean Connery liebäugelte mit einem Wiedereinstieg. Das ganze zog sich wochenlang hin, bis kurz vor Drehbeginn zu "Die Zwei".

Tony Curtis, einer der letzten großen Hollywood-Stars der Vergangenheit, starb gestern, am 29.09.10, im Alter von 85 Jahren, in Los Angeles. Hoffentlich bleibt uns unsere Lordschaft noch ein paar Jahre erhalten. Richtig sterben wird Danny Wilde jedoch nie, er ist in unseren Köpfen, in unserem Sprachgebrauch - und letzten Endes auch auf DVD -  eingebrannt.

 

Die Produzenten konnten sich einfach nicht einigen, wer denn nun tatsächlich der bessere Bond wäre. Roger Moore wurde das zu guter Letzt zuviel - zum Glück für alle Serienfans! Denn obwohl er sich nach "Simon Templar" geschworen hatte, keine Serien mehr zu drehen, nahm er nun doch das Angebot an, den Lord Sinclar in "Die Zwei" zu spielen. Und Connery wurde noch einmal James Bond, um ihn dann doch nur einen Film später doch an Roger Moore abzugeben. Moores erster Film war "Leben und Sterben lassen".

Viele Sprüche aus dieser Serie wurden bei den Teenies der damaligen Zeit zum allgemeinen Sprachgebrauch - kaum zu glauben, aber wahr...

Die flottesten Sprüche findet Ihr auf der nächsten Seite ...


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