Kunibert und Heiner

29.05.11

"Kunibert und Heiner" ist die Geschichte von Ritter Kunibert und seinem Neffen Heiner - gespielt von der Augsburger Puppenkiste, noch vor "Beppo und Peppi".  Leider gibt es kein Material mehr hierzu, jedoch gab es Anfang der 70er Jahre einige Heftchen aus dem Spectrum-Verlag mit Geschichten der beiden. Dieses hier ist die Nummer 103 aus dem Jahr 1971. Copyright liegt beim Verlag bzw. der Augsburger Puppenkiste - erzählt von Manfred Jennings. Die Produktionsleitung beim NWF (Norddeutsches Werbefernsehen) lag bei Helga Mauersberger.

 

Es stand vor vielen Jahren auf einem Berg ein Schloss - darinnen wohnten Ritter mit ihrem ganzen Tross.

 

Im Schlosshof war ein Leben,
wie's eben damals war,
vor ungefähr sechshundert-
undfünfundsiebzig Jahr'.

Hier lebten auch zwei Ritter,
ein großer und ein kleiner.
Der Kleine der hieß Kunibert,
der große der hieß Heiner.

 

 

Onkel Kunibert und sein Neffe Heiner spazierten eines Tages gemütlich über die große grüne Wiese. Es war ein feiner Tag. Jeder, der ein bisschen Zeit hat, geht an einem so feinem Tag spazieren.

Auf der großen grünen Wiese stand Ottokar, der Stier. Er war der netteste Stier, den die Welt je gesehen hatte. Er konnte ganz ulkige Sprünge vorführen, er konnte Männchen machen, er konnte so lustig "muhen", dass jeder lachen musste.

 

Ottokar war ein reizender Stier. Nur eines konnte er nicht ausstehen: fremde Hörner. Ottokar glaubte nämlich, er allein habe das Recht, Hörner zu tragen. Und wehe, wenn sich ihm etwas zeigte, was auch nur entfernt nach Hörnern aussah. Dann sah Ottokar rot!

Ahnungslos spazierte Kunibert über die große grüne Wiese und dachte mit keinem Gedanken an die beiden Hörner auf seinem Helm.

 

Plötzlich hörte er ein wütendes Schnauben hinter sich, und schon flog er im hohen Bogen durch die Luft. Und der lange Heiner purzelte vor Schreck in den Graben. Ottokar sprang vor Schadenfreude mit allen vier Beinen zugleich hoch... einmal, zweimal, dreimal.
 

Dann nahm er mit gesenktem Kopf wieder einen Anlauf. Was sollte Kunibert machen? Davonlaufen hätte keinen Sinn gemacht, der kleine Ritter gehörte nicht zu den Schnellsten.

 

Aber ein vorzüglicher Reiter war er - ihn brachte so schnell kein Pferd vom Rücken. Kunibert sprang hoch und wenig später sahen die erstaunten Ritter und Ritterfräulein ein merkwürdiges Reiterpaar: Oben ein vergnügter Kunibert, unten ein erschrockener, entsetzter Ottokar - brav wie ein Lamm.

 

Erst als der Ritter abstieg, ihm einen Klaps gab und mit der Zunge schnalzte, kam wieder Leben in Ottokar und er sauste zurück auf seine große grüne Wiese. Und wenn er später hin und wieder einmal Hörner sah, die anderen gehörten, so kümmerte ihn das kein bisschen.

Er wollte nicht noch einmal "geritten" werden. Das ist nämlich das Schlimmste, was einem Stier passieren kann...

 

Soweit mit der Geschichte um Kunibert und Heiner. Leider scheinen die Aufnahmen, die in den Jahren 1962 bis 1965 gesendet wurden, zerstört zu sein, so dass die Hoffnung, dies irgendwann vielleicht wiederzusehen, vergeblich ist. Aber vielleicht erinnert sich ja jemand angesichts dieser Bilder. Weitere Bilder und Informationen gibt es auf dieser Seite.

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