Magnum

04.06.11

Sonnyboy auf Hawaii: Thomas Magnum

Erfolg verpflichtet! Als der amerikanische Fernsehsender CBS im April 1980 nach 12 Jahren die für lange Zeit erfolgreiche Krimiserie "Hawaii 5-0" wegen zuletzt stark sinkender Einschaltquoten einstellte, benötigte man schnellstmöglich einen adäquaten Ersatz. Die kostengünstige und sehenswerte hawaiianische Kulisse hatte sich durchaus als zuschauerwirksam erwiesen, und deshalb schickte man den recht unbekannten Tom Selleck als genussfreudigen Privatdetektiv Magnum auf das atemberaubende Eiland. Dieser war in einigen Folgen von "Detektiv Rockford: Anruf genügt" als neunmalkluger Schnüffler Lance White angenehm aufgefallen und erhielt nun – wenngleich unter anderem Namen – eine eigene Serie. Der Plan ging auf: Selleck wurde zum Superstar und "Magnum" lief zwar nicht so lange wie sein legendärer Vorgänger, aber mindestens ebenso erfolgreich. Und der Ende der letzten Staffel ließ durchaus eine Fortsetzung erhoffen.

Doch beginnen wir am Anfang: Als Gegenleistung für seinen Dienst als Sicherheitsbeauftragter für das Anwesen des schwerreichen Schriftstellers Robin Masters darf der ehemaliger Navy-Offizier Thomas "Tom"  Magnum das paradiesische Gelände als heimisches Domizil nutzen.

 

Nicht nur das: auch der sündhaft teure feuerrote Ferrari steht zuweilen zu seiner Verfügung. Im Grunde kann Magnum auf alles zurückgreifen, was einen draufgängerischen Junggesellen ausmacht: ein vorzeigbares Zuhause, einen seinem Antlitz entsprechenden Straßenflitzer und – nicht zu vergessen – unzählige Strandhäschen direkt vor seiner Haustür. Doch so richtig genießen kann der smarte Lebemann diese Vorzüge dann doch nicht, denn es gibt da noch einen extrem störenden Faktor: Higgins, mit vollem Namen Jonathan Quayle Higgins III, knockentrockener Verwalter des Masterschen Anwesens. Mit militärischer Akribie versucht der britische Major a. D., den in seinen Augen unzivilisierten Magnum zu disziplinieren und ihm wenigstens ein wenig Kultur und Lebensstil zu vermitteln – ein sinnloses Unterfangen!

 

Higgins und Magnum

Der eigentümliche Higgins hat nicht viele Freunde und sein straff organisierter Zeitplan würde hierfür auch kaum Platz bieten, denn zu seinen Aufgaben gehört es unter anderem, den permanent abwesenden Robin Masters (war nie zu sehen, würde im Original vom altehrwürdigen Orson Welles gesprochen) bei allerlei offiziellen Anlässen würdig zu vertreten. Ob im Aufsichtsrat der "Vereinigung für Flora und Fauna auf Hawaii" oder im Vorstand der "Hawaiianischen Kunstfreunde" – das wandelnde Lexikon Higgins,d as Magnum ein ums andere Mal mit seinem enormen Wissen verwirrt und dessen Kriegsanekdoten aus vergangenen Kolonialzeiten jeden zur Verzweiflung und in die Flucht treiben, hat so einige Verpflichtungen. Und wenn er tatsächlich einmal ein wenig Zeit übrig hat, kümmert er sich liebevoll um die ihm treu ergebenen Dobermänner Zeus und Apollo, die nicht nur mit Fremden, sondern auch mit Magnum auf Kriegsfuß stehen. 

Higgins und Magnum – der Snob-Europäer und der Fast-Food-Ami – wenn die beiden zusammentreffen, sind treffsichere Dialoge garantiert.

 

 

Doch auch ein Glückspilz wie Magnum kann nicht nur von Südsee-Luft und gelegentlicher Liebe leben, und daher verdingt er sich zuweilen als hilfreicher Privatdetektiv. An seiner Seite: seine urkomischen Kumpel Rick und T. C., mit denen er gemeinsam den Vietnam-Krieg überstanden hat. Rick (er haßt seinen Vornamen Orville) ist Manager des exklusiven "King Kamehameha Beach Club" und verfügt dank der Tipps seines väterlichen Freundes Ice-Pick (gespielt vom Schwarze-Serie-Star Elisha Cook Jr.) über die nötigen Beziehungen zur Insel-Unterwelt. T.C. – Theodore Calvin – ist Besitzer der "Island Hoppers" und veranstaltet mit seinem Helikopter Inselrundflüge für Touristen. Da Magnum eigentlich immer zumindest einem der beiden noch ’n paar Dollar schuldet, helfen sie ihrem Freund Thomas – wenn auch widerwillig – immer wieder bei seinen Aufträgen, jedoch nur aus der Angst heraus, dass sie ihr Geld wohl sonst niemals wieder zurück bekommen. Und selbst Higgins, von Magnums Freunden liebevoll Higgy-Baby genannt, findet sich zuweilen inmitten einer handfesten Auseinandersetzung wieder – dem dummen Jüngling von Sicherheitsbeauftragten muss ab und an halt mit strategischer Erfahrung geholfen werden.

 

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