Poly in Portugal

Pascal mit Poly, Marianne mit Esel und Hund sowie Richard mit seinem Fahrrad trommeln die Dorfjugend zusammen und machen sich - getrennt voneinander - mit Feuereifer daran, den kleinen Yvon zu suchen.

Bald merken sie, dass sie einzeln nicht voran kommen, dass es nur zusammen geht. Sie gründen einen Bund, richten sich ein Büro ein und geloben, den Kleinen zu beschützen und auf ihn aufzupassen. Wenn sie Hilfe benötigen, ist Pascals großer Freund Faustino ein guter Ratgeber.

Da niemand in der Umgebung den kleinen Yvon kennt, schreiben die Kinder an alle Bürgermeister Portugals, ob es in ihrer Gemeinde einen kleinen Jungen namens Yvon gibt. So bekommt die Polizei "Wind" von dem Vorhaben und ist darüber sehr verärgert.

 

 

Trotz Meinungsverschiedenheiten - es geht nur miteinander ...

 

Mit Polys Hilfe finden die Kinder den kleinen Yvon. Es stellt sich heraus, dass Maria nicht die Mutter des Kindes ist, sondern sich seiner angenommen hat und für ihn sorgt. Da Jean-Marie immer noch im Gefängnis ist, soll der Kleine ins Waisenhaus, was ihm gar nicht gefällt. Auch Maria kann sich ein Leben ohne den Jungen nicht mehr vorstellen. Die Kinder sind entsetzt und wissen nicht, wie es weitergeht. Jeder hat so seine Vorstellungen. Durch ein Wett-Bogenschießen, aus dem Pascal als Sieger hervorgeht, wird entschieden, dass der Junge versteckt werden soll. Nur Maria weiß Bescheid. So wird die Situation noch vertrackter, die Polizei noch verärgerter, zumal der Sohn des Polizisten auch dem "Bund" angehört.  

Es könnte alles so einfach sein, weil die bretonischen Kollegen der portugiesischen Polizei bestätigen, dass Jean-Marie sich nichts hat zuschulden kommen lassen. Da greift Faustino ein. Er überlistet seine Polizistenfreunde, befreit Jean-Marie aus dem Gefängnis und bringt Vater und Sohn zusammen. Eine rührende Szene, wie der Papa das Pferdchen "einspannt", um dadurch das Vertrauen seines so lange vermissten Jungen gewinnen.

 

Endlich mit Polys Hilfe vereint: Vater und Sohn

 

Faustino bietet Jean-Marie an, mit ihnen zu leben. Bretonen seien Seeleute, und gute Fischer würden auch in Portugal gebraucht. Jean-Marie willigt ein. Nun braucht er nur noch eine Frau für sich, eine Mutter für seinen Jungen und das Glück ist perfekt. Sein Sohn hat sich schon entschieden, er möchte bei seinem Vater und bei Maria bleiben. Nun müssen die vom Leben nicht verwöhnte Maria und Jean-Marie noch zueinander finden. Beide verbindet die gemeinsame Liebe zu Yvon. Sie finden Gefallen aneinander. Am Ende wird - mit viel Folklore - eine traditionelle Hochzeit gefeiert.


Poly mit Blumenkranz


Braut mit Schleier

 

Braut und Tänzer tragen landestypische Tracht, der Bräutigam seinen guten Anzug und Poly … nun, Poly trägt ein Blumenkränzchen aus Margaritenblüten.

 



Hat mehrfach in Poly-Serien mitgespielt: Stéphane di Napoli

Später konnten andere Kinder sich die POLY-Erlebnisse mittels eines "View-Masters" nochmals vor Augen führen. Für eine Arbeiterfamilie kam eine solch unnötige Anschaffung nicht in Frage. Dafür beinhaltete das Quelle-Päckchen in der Vorweihnachtszeit ein Poly-Buch für mich, das zu meiner größten Freude unterm Weihnachtsbaum lag. Es folgten weitere Quelle-Päckchen und weitere Poly-Bücher, bis ich 1972 begann, mich von den Poly-Geschichten mental zu verabschieden. Die Bücher habe ich heute noch, und auch die Poly-Melodien habe ich nach fast 50 Jahren immer noch im Ohr.

Im richtigen Leben durfte ich die Ponys der Nachbarsjungen reiten, wenn ich in den Ferien bei den Großeltern im Hunsrück zu Besuch war. Der Falbe Falko, ein kleiner Wildling, war zwar hübsch anzusehen, aber lange nicht so genial wie Poly. Er konnte eigentlich nur zwei Sachen richtig gut: furzen und bocken. Keine dieser Eigenschaften sind wichtig für ein gutes Kinderpony. Die Beine wurden schnell zu lang fürs Pony, wie bei den Darstellern, die nur selten in verschiedenen Poly-Serien zu sehen waren. Ausnahme war Stéphane di Napoli, der in gleich 3 Poly-Serien mitwirken konnte. Bekannter wurde später sein großer Bruder Marc, der als Doniphan in "Zwei Jahre Ferien" zum Liebling der Mädels avancierte  und unvergessen blieb.

 

Hier enden Mariposas Erinnerungen. Vielen Dank an Dich und das Teilen dieser Kindheitserinnerungen!

 

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Petra Nagel  ·  Feedback und Nachricht an mich   ·  Forum ·  Impressum · Datenschutz