Rauchende Colts

05.04.13

Die langlebigste Westernserie aller Zeiten!

Während seiner 20jährigen Amtszeit musste Matt Dillon nicht nur gegen schießwütige Cowboys bestehen. Anfangs klebte an seinen Western-Boots auch die Schmach, als heroischer US-Marshal nur 2. Wahl gewesen zu sein. Denn erst, nachdem John Wayne die Rolle des gerechten Kämpfers abgelehnt hatte (als kleine Entschädigung führte er in die erste Folge ein), durfte James Arness den Revolvergurt umschnallen.

Angefangen hatte alles am 26. April 1952, als die "Rauchenden Colts" erstmals im Radio zu hören waren. Kein geringerer als William Conrad, der später als "Cannon" zu Fernsehruhm kommen sollte, sorgte mit sonorer Stimme für Recht und Ordnung im kleinen Westernstädtchen Dodge City. Die Sendung lief so erfolgreich, dass sich die Verantwortlichen bei CBS entschlossen, "Gunsmoke" (so der Originaltitel) als Fernsehserie zu präsentieren. Man wollte jedoch einen Star als Hauptrolle, aber "The Duke" John Wayne winkte ab und schlug stattdessen den damals gänzlich unbekannten James Arness vor (den Bruder von "Kobra, übernehmen Sie"-Star Peter Graves.

 

Die Entscheidung, dem hünenhaften Nachwuchsmimen eine Chance zu geben, stellte sich im nachhinein als absoluter Glücksgriff heraus, denn die Serie wurde vom Start weg (10. September 1955) zum absoluten Dauerrenner, und das weltweit! Als Marshal Dillon nach 635 (!) Folgen im Jahre 1975 schließlich seinen Colt an den Nagel hängte, war er nicht nur Wegbereiter für weitere große Westernserien wie "Bonanza" und "Die Leute von der Shiloh-Ranch" gewesen, er hatte sie auch alle überlebt. Ein einsamer Rekord!

Matt Dillon war ein Gesetzeshüter mit Herz. Sicher, sein rechter Haken war nicht von schlechten Eltern und auch seinen Revolver trug er nicht nur, um lässig seiner Hand darauf abzulegen und forschen Schrittes sein Revier zu kontrollieren, aber dennoch – er griff nur selten zu rabiaten Methoden, um Schwierigkeiten zu bereinigen. Dillon war einfach immer Herr der Lage und erinnerte zuweilen mehr an einen hilfsbereiten Sozialarbeiter, als an einen schießwütigen und fäusteschwingenden Westernhelden. Es waren aber auch die anderen, ständig wiederkehrenden Charaktere aus Dodge City, die ihren Teil zum gigantischen Erfolg der Serie beitrugen. Dennis Weaver, späterer "Sheriff in New York", verdiente sich von 1955 – 1964 seine ersten Sporen als Dillons Deputy Chester Goode, bis er vom schrulligen Festus Haggen (Ken Curtis) abgelöst wurde, dessen unnachahmliche – deutsche – Stimme noch heute jedem Fan in den Ohren klingt. Die gute Seele des berühmten Westernstädtchens, "Doc" Adams (Milburn Stone) verrichtete seine ärztliche Hilfe sogar über 20 Jahre und war damit neben Matt Dillon der einzige, der bis zum Ende der Serie dabeiblieb. Fast hätte dies auch die rothaarige "Long Branch"-Saloonbesitzerin Miss Kitty (Amanda Blake) geschafft, die mit Schönheitsfleck auf der rechten Wange dem smarten Marshal 19 lange Jahre schöne Augen machte, doch 1974 verließ auch sie die Serie – vielleicht aus Liebeskummer, bemühte sie sich doch fortwährend vergeblich um die Zuneigung von Matt.

Auf Seite 2 geht's weiter mit Infos zur Serie ...

 

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