Sprung aus den Wolken

Es sollte viele Jahre dauern, bis ich noch ein zweites Buch und die unter der Reihe "Fernseh-Abenteuer" erschienenen Comics zur Serie "Sprung aus den Wolken" beschaffen konnte. Da war ich dann schon erwachsen und ein leidenschaftlicher Fernsehnostalgiker und Sammler von Fernsehbüchern, Comics und Quartettspielen und anderer Fanartikel zu klassischen TV-Serien.

Doch zurück zur Serie – "Sprung aus den Wolken" wurde dann erst fortgesetzt, als ich bereits Teenager war, doch die 13 neuen Episoden waren nicht minder spannend. Obwohl sie dem Zeitgeist der frühen 1970er nicht mehr entsprachen, da ja die Ausrüstung der beiden Serienhelden immer noch auf dem Stand der frühen 60er Jahre war, zeigte die ARD dennoch die neuen Episoden und begeisterte mich aufs Neue.

 

 

Warum man heute allerdings beharrlich die Begründung des fehlenden Zeitgeistes anführt, um eine Wiederholung eines solchen Klassikers zu verweigern, ist mir schleierhaft – denn damals funktionierte es doch auch. Den Zuschauern war nämlich der fehlende "Realismus" egal – es zählten die spannenden und dramatischen Abenteuer, und da wusste "Sprung aus den Wolken" immer noch zu unterhalten.

Der Produzent der Serie, Ivan Tors, schrieb auch mit "Sprung aus den Wolken" amerikanische Fernsehgeschichte, wie er es bereits bei seiner ersten Serienproduktion, "Abenteuer unter Wasser" getan hatte, die sich hierzulande ja auch großer Beliebtheit erfreute. Denn nie zuvor, wie Ivan Tors und Hauptdarsteller Larry Pennell (Ted McKeefer) in einem später auf Video veröffentlichten Interview erzählten, war jemand auf die Idee gekommen, echte Fallschirmsprünge in ein Serienkonzept einzubauen.

 

Dies wird dann auch in der Originalfassung der Serie von einem Off-Sprecher eingangs erklärt – mit dem etwas reißerischen Zusatz: "Das einzige, was sich zwischen dem Fallschirmspringer und dem Tod befindet, ist die … Reißleine!"

 

 

Meine Freude war enorm, als ich erfuhr, dass die komplette Serie in den USA auf DVD erscheinen sollte. Zu Videozeiten war nur an wenige Episoden in amerikanischen Sammlerkreisen heranzukommen. In Deutschland war es nahezu unmöglich, die Serie nochmals wiederzusehen. So erhaschte ich einige schlechte Videofassungen, dabei befand sich allerdings das bereits erwähnte Interview mit Ivan Tors und Larry Pennell, das in einem Flugzeughangar stattfand und vor Erstausstrahlung der Farbepisoden (ähnlich wie bei "Am Fuß der Blauen Berge" war die erste Hälfte der Fallschirmspringerserie in Schwarzweiß produziert worden, die zweite Hälfte in Farbe) im amerikanischen Fernsehen gesendet  worden war. 

Vor einiger Zeit erschien dann tatsächlich die restaurierte Fassung der kompletten Serie auf DVD, in zwei Staffelboxen mit wunderschön gestaltetem Graphikdesign, das an die Titelbilder der Fernsehcomics und Fernsehbücher erinnert.

Leider fehlt bei der DVD-Veröffentlichung das informative Interview – aber man kann nicht alles haben. Dafür ist die Serie recht günstig zu bekommen.

 

So ist es zumindest jenen Serienfans, die sich mit der englischen Originalfassung anfreunden möchten, nunmehr möglich, die gesamten spannenden Abenteuer von Ted McKeefer und Jim Buckley auf Silberscheibe mitzuerleben. In Deutschland war rund die Hälfte der Serie ausgestrahlt worden, und es bleibt zu hoffen, dass sich auch hierzulande ein Anbieter findet, der bereit ist, den "Sprung aus den Wolken" neu aufzulegen und auch in Deutsch zu präsentieren.

 

Damit würden dann wieder bei vielen Fans klassischer Fernsehserien Erinnerungen an ihre Kinder- und Jugendtage geweckt. 

 

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Petra Nagel  ·  Feedback und Nachricht an mich   ·  Forum ·  Impressum · Datenschutz